Heute, am 4. Mai 2026, werfen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen zur Verkehrssicherheit rund um die Grundschule in der Mahlsdorfer Elsenstraße. Anfang des Jahres hat „Alles Mahlsdorf“ schon über die Diskussionen berichtet, die hier ganz schön ins Rollen gekommen sind. Es ging darum, wie man die Sicherheit der Kinder auf dem Weg zur Schule verbessern kann. Schließlich sind wir uns alle einig: Es kann nie genug getan werden, um unsere Kleinsten zu schützen!
In einer Reihe von Treffen zwischen Behörden, Politikern und verschiedenen Ausschüssen wurden Ideen geschmiedet, die für frischen Wind sorgen könnten. Besonders im Fokus stand die Begegnung Ende April, als Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic, die Bezirksverordnete Martina Patzwall und einige Vertreter:innen des Mobilitätsausschusses zusammenkamen. Hier wurde nicht nur über die Sicherheit gesprochen, sondern auch über konkrete Maßnahmen. Die Baustelle der Wasserbetriebe, die den Schuleingang blockierte, wurde vorzeitig abgeschlossen – ein kleiner Lichtblick!
Neue Ideen für mehr Sicherheit
Ein Vorschlag, der aus diesen Gesprächen hervorging, ist die Einrichtung einer „Kiss & Go“-Zone. Damit können Eltern ihre Kinder sicher absetzen, ohne dass es zu chaotischen Verkehrssituationen kommt. Zudem wurde die Idee eines neuen Fußgängerüberwegs ins Spiel gebracht. Zivkovic berichtete jedoch, dass dem Bezirksamt zwar mehrere Gefahrenstellen bekannt sind, aber nach fachlicher Auffassung keine ernsthaften Gefahren existieren. Ein bisschen widersprüchlich, oder? Dennoch hat das Bezirksamt die Senatsverwaltung für Verkehr kontaktiert, um eine dauerhafte Querungslösung in Höhe der Bushaltestelle zu prüfen. Wo genau diese Querung hinkommen soll, ist noch in der Überlegung – hier wird noch getüftelt.
Auf der Schulseite ist ein Hochbordradweg zu finden, der jedoch am Berliner Balkon endet. Radfahrende müssen in Richtung Kressenweg die Straße nutzen, da ein Radweg in Gegenrichtung aufgrund der schmalen Straße nicht möglich ist. Das ist ein bisschen schade, denn eine sichere Radverkehrsinfrastruktur wäre wünschenswert. Eine Verbreiterung in das angrenzende Naturschutzgebiet oder auf Privatgelände ist jedoch aufgrund des Bundesnaturschutzgesetzes und des Berliner Grünanlagengesetzes nicht zulässig. Das setzt dem Ganzen natürlich enge Grenzen.
Verkehrssicherheit als Bildungsauftrag
Wenn wir über Verkehrssicherheit reden, sollten wir auch die Rolle der Schulen nicht vergessen. Die Kultusministerkonferenz empfiehlt, Mobilitäts- und Verkehrserziehung als übergreifende Bildungs- und Erziehungsaufgabe zu betrachten. Dabei variiert die Umsetzung in den Bundesländern. Einige setzen auf umfassende Medienangebote, von Druckschriften bis hin zu spannenden Projekten, die Lehrkräfte unterstützen. Der Schwerpunkt liegt darauf, den Schülerinnen und Schülern Kompetenzen zu vermitteln, die sie für ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr benötigen – ob zu Fuß, mit dem Rad, Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln.
Besonders in Übergangsphasen, etwa von der Kita zur Grundschule oder der Grundschule zur Sekundarstufe, sind Kinder stärker gefährdet. Hier muss die Verkehrssicherheitsarbeit ansetzen und geeignete Maßnahmen entwickeln. Das geschieht nicht nur in den Schulen, sondern auch in Zusammenarbeit mit außerschulischen Akteuren, um wirklich nachhaltig etwas zu bewegen.