Filmfestivals im November: Berlin feiert die internationale Filmkunst
In Berlin ist der November nicht nur für graue Wolken und kalte Winde bekannt, sondern auch für ein buntes Spektakel an Filmfestivals. Ja, genau – die Hauptstadt verwandelt sich in ein Paradies für Filmfans. In diesem Monat stehen gleich sieben Veranstaltungen auf dem Programm, die alle mit internationalem Flair aufwarten. Schaut euch das an!
Da hätten wir zum Beispiel die Portuguese Cinema Days, die seit 2018 im charmanten Kreuzberg stattfinden. Hier wird aktuelles portugiesisches Kino gefeiert – und das nicht nur von den iberischen Nachbarn, sondern auch mit spannenden Filmen aus Brasilien und Kap Verde. Ein Highlight in diesem Jahr: der Film „As Meninas Exemplares“ von João Botelho, der am 9. November um 19 Uhr gezeigt wird. Der Regisseur wird sogar persönlich anwesend sein. Und das Beste? Es gibt auch leckeren Portwein und die berühmten Pastéis de Nata, die den Abend wunderbar abrunden. Das Festival läuft bis zum 3. Dezember im Moviemento, Kottbusser Damm 22, und der Eintritt kostet 8 Euro.
Ein Blick über die Grenzen
Das 36. Filmfestival Cottbus bringt uns das Herzstück des mittel- und osteuropäischen Kinos näher. Vom 8. bis zum 12. November werden hier 147 Filme aus mehr als 40 Ländern gezeigt, darunter zwölf Weltpremieren! Die Themen sind vielfältig, von der Überforderung eines alleinerziehenden Vaters bis hin zu den Herausforderungen des „ersten Mal“-Erlebens. Viele dieser Filme sind nur in der Lausitz zu sehen, also auf zur Weltspiegel, Rudolf-Breitscheid-Straße 78 in Cottbus! Die Fünferkarte kostet 36 Euro.
Das Afrikamera Festival, das vom 10. bis zum 15. November im Miss Read Space, Gerichtstraße 35 in Wedding, stattfindet, beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen und politischen Fragen Afrikas. Unter dem Motto „Reflect“ werden Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme gezeigt. Ein besonderes Highlight ist die Ausstellung „The Sacred: Human, Animal and Plant“ des burkinischen Fotografen Nyaba Léon Ouedraogo, die die Ökosysteme als sakrale Räume thematisiert. Der Eintritt ist frei – ein echtes Schnäppchen!
Unabhängige Stimmen und italienische Lebensfreude
Das Under Berlin Film Festival lädt vom 12. bis zum 14. November in die Brotfabrik, Caligariplatz 1 in Weißensee ein. Hier gibt es 16 unabhängig produzierte Filme aus 15 Ländern, verteilt auf drei Abende und sechs Sektionen. Ein Beispiel für die Kreativität, die hier zu sehen ist, ist der iranisch-amerikanische Film „A Perfect Maryam“, in dem zwei Töchter gegen die Moralvorstellungen ihres Vaters aufbegehren. Der Eintritt beginnt bei 7 Euro.
Das Italian Film Festival bietet vom 10. bis 15. November einen Einblick in das italienische Kino der Gegenwart. In der KulturBrauerei, Schönhauser Allee 36, werden Filme gezeigt, die Lebensfreude und manchmal auch den unverblümten Realismus Italiens widerspiegeln. So etwa „Le città di pianura“ über zwei Männer im venezianischen Hinterland oder „Tienimi presente“, das von einem desillusionierten Regisseur erzählt. Der Eintritt kostet 12 Euro.
Kurzfilme und junge Talente
Ein weiteres Highlight ist das Kuki Junges Kurzfilmfestival, das vom 8. bis 15. November in verschiedenen Kinos wie dem Filmtheater am Friedrichshain und dem City Kino Wedding stattfindet. Hier werden internationale Kurzfilme für die jüngeren Zuschauer gezeigt, mit Programmen für Kinder und Jugendliche. Wer seinen kleinen Schützlingen ein paar kreative Stunden bieten möchte, sollte sich die 10 Euro (ermäßigt 8 Euro) für den Eintritt gönnen.
Und nicht zu vergessen: das Interfilm 42, das vom 10. bis 15. November in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz eröffnet wird. Hier werden im internationalen Wettbewerb acht Programme mit insgesamt rund 350 Kurzfilmen gezeigt. Ein absolutes Muss für alle Kurzfilm-Fans!
Der November in Berlin ist also nicht nur kalt und grau – er ist ein wahres Fest für die Sinne und ein Ort, an dem die Filmkunst in all ihren Facetten gefeiert wird. Also, packt die Mütze ein, schnappt euch eure Freunde und taucht ein in die Welt des Films!
