Heute ist der 4.11.2026 und die Berliner Luft wird langsam kühler. Ja, die Frostnächte sind da! Am Stadtrand und im Umland sinken die Temperaturen bis zum Freitag auf knackige −2 °C. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet zunächst zwar keinen Schnee, aber die kalten Nächte bringen uns den ersten Frost. Das klingt nach einem typischen Berliner November, oder? Wer da draußen auf den Straßen unterwegs ist, sollte sich warm anziehen, denn vereiste Autoscheiben sind selbst bei leicht positiven Temperaturen möglich! Und für die Radfahrer unter uns – Achtung auf den Brücken, da kann es durch Reifglätte rutschig werden.

Die klare und trockene Nacht zum Donnerstag bringt uns Temperaturen zwischen 2 und −1 °C, bevor der Tag dann mit Sonnenschein und maximal 10 °C aufwartet. Für die Nacht zum Freitag wird es wieder frostig, die Temperaturen sinken auf 2 bis −2 °C, bevor Nebel von Nordosten aufzieht. In der Innenstadt bleibt es meist milder, dank der gespeicherten Wärme in den Gebäuden und Straßen. Wie immer ein bisschen besser hier als im Umland.

Der Wetterbericht für das Wochenende

Und was bringt das Wochenende? Der Freitag startet sonnig, aber ab Mittag zieht Hochnebel auf. Aber keine Sorge, die Nacht zum Samstag bleibt frostfrei mit Temperaturen zwischen 1 und 3 °C. Für das Wochenende erwartet der DWD dann 5 bis 10 °C, mit ein paar leichten Frostnächten. Ab Sonntag kommt Regen aus dem Südwesten, besonders in der Südhälfte Deutschlands. Das klingt nach einem typischen Berliner November, oder nicht?

Ein Blick in die kommenden Woche zeigt, dass das US-Modell GFS schon seit Tagen einen Kälteeinbruch ab dem 10. November prognostiziert. Ein Lauf hat sogar Schnee für den 11. November über der Landesmitte vorhergesagt – bis zu 5 Zentimeter! Und auch die Prognosen der europäischen Modelle sind schwankend, was uns mehr Fragen als Antworten lässt. Meteorologe Dominik Jung beschreibt die Situation als unentschieden. Ein bisschen Spannung bleibt also, was das Wetter betrifft.

Bodenfrost und seine Auswirkungen

Für die Landwirtschaft sind diese Frostprognosen wichtig. Die Bodenfrostprognose des DWD liefert wertvolle Informationen darüber, ob der Boden frostfrei bleibt oder ob ganztägig oder zeitweise Bodenfrost zu erwarten ist. Diese Prognosen beziehen sich auf leichte Böden und sind entscheidend für die Einhaltung der Düngeverordnung. Besonders unter Wintergerste oder unbewachsenem Boden kann Bodenfrost großen Einfluss auf die Ernte haben. Die Zeitspanne der Prognosen reicht von Mitte Oktober bis April – also genau die Phase, in der die Landwirte besonders aufpassen müssen.

Statistisch gesehen tritt der erste Frost in Berlin meist Anfang November auf. 2026 war das nicht anders. Am Montag gab es eine amtliche Frostwarnung bis 8 Uhr! Im November können Berliner mit durchschnittlich 7,3 bis 8,4 Frosttagen rechnen, und im Dezember steigt diese Zahl sogar auf 13,8 bis 15,2 Frosttage. Ein bisschen Frost gehört einfach zum Berliner Winter dazu, auch wenn die Frage nach dem Schnee noch offenbleibt.

Im letzten Winter, 2025/26, erlebte Berlin den schneereichsten Winter seit 2012 mit einer geschlossenen Schneedecke an 30 Tagen. Der Januar 2026 war mit einer Durchschnittstemperatur von −1,8 °C der kälteste Januar seit 2010. Weißer Schnee, der die Stadt in eine winterliche Märchenlandschaft verwandelt, ist seit 2010 an Weihnachten nicht mehr aufgetaucht. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – vielleicht bringt uns der November 2026 ja die ersten weißen Flocken!