Berlin und Brandenburg bewerben sich um die Expo 2035: Ein ehrgeiziges Konzept für die Zukunft
In Berlin und Brandenburg schwirrt gerade eine spannende Idee durch die Luft – die Bewerbung um die Expo 2035! Die Unterstützung kommt von höchster Stelle: Bundeskanzler Friedrich Merz hat klar gemacht, dass er eine mögliche Bewerbung befürwortet, vorausgesetzt, die beiden Bundesländer liefern ein überzeugendes Konzept mit realistischen Erfolgschancen. Bei einer Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer Berlin betonte Merz, dass Deutschland wieder zeigen sollte, was es kann, wenn es um die Ausrichtung von Großveranstaltungen geht. Und das ist nicht nur leeres Geschwafel! Tatsächlich hat eine Mehrheit von knapp zwei Dritteln der Berliner Bevölkerung bereits für eine solche Bewerbung gestimmt. Die Stimmung ist also mehr als positiv.
Doch bevor die Sektkorken knallen, sind einige Vorarbeiten nötig. Merz stellte klar, dass Berlin und Brandenburg ein tragfähiges Konzept erarbeiten müssen, um seine Unterstützung zu bekommen. Die Industrie- und Handelskammern beider Länder sowie namhafte Unternehmen wie Tesla und Leag setzen sich ebenfalls für diese Bewerbung ein. Es bleibt spannend, denn nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl im September gab es aus der Brandenburger Landesregierung Bedenken, was die Zuverlässigkeit eines möglichen neuen Senats aus Linken, Grünen und SPD angeht.
Der Fahrplan zur Expo 2035
Was steht jetzt an? Laut dem geplanten Zeitablauf wird zwischen 2024 und 2026 ein multizentrisches Konzept entwickelt, das ganz Berlin als Ausstellungsfläche einbezieht. Im Fokus stehen die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Das Dossier, das die EXPO 2035 Berlin GmbH erstellen wird, umfasst eine Vision der Expo, Infrastrukturpläne, Finanzierungskonzepte und den Nachweis der Unterstützung durch die Bevölkerung. Ein Expertenteam wird diesen Prozess begleiten – ein ehrgeiziges Vorhaben!
Im Jahr 2026 wird die Bundesregierung dann den offiziellen Bewerbungsschritt einleiten. Eine Weltausstellung muss schließlich formal von der nationalen Regierung beworben werden. Bis spätestens 2026 soll das Bewerbungsdossier beim Bureau International des Expositions (BIE) in Paris eingereicht werden. Hierbei sind einige Punkte unerlässlich: das vorgeschlagene Thema, der Standort, die Infrastrukturplanung, das Budget und eine Machbarkeitsstudie. Danach folgt eine Prüfungsphase bis 2028. Das BIE wird die Konzepte aller Bewerber bewerten und Erkundungsmissionen durchführen, bei denen die Vertreter die Bewerberstädte besuchen.
Ein Blick in die Geschichte der Weltausstellungen
Aber was ist eigentlich eine Weltausstellung und warum ist sie so wichtig? Die Idee geht auf Prinz Albert zurück, den Ehemann von Königin Victoria. Die erste Weltausstellung fand 1851 im Londoner Hyde Park unter dem Titel „Great Exhibition of the Works of Industry of All Nations“ statt. Damals wurde der beeindruckende Crystal Palace errichtet – ein gläsernes Meisterwerk, das im wahrsten Sinne des Wortes alle Blicke auf sich zog.
Seither haben Weltausstellungen eine lange Geschichte mit vielen bedeutenden Momenten. Von der Pariser Ausstellung 1889, die zur Errichtung des Eiffelturms führte, bis hin zur Expo 2000 in Hannover – sie haben nicht nur technische Errungenschaften präsentiert, sondern auch die kulturelle Vielfalt und den Fortschritt der Menschheit gefeiert. Diese Veranstaltungen ziehen Millionen von Besuchern an und fördern oft städtebauliche Entwicklungen und touristische Attraktionen. Die Expo 2035 könnte ein weiterer bedeutender Schritt sein, um Berlin und Brandenburg international ins Rampenlicht zu rücken.
Die nächsten Schritte sind also klar: Konzeptentwicklung, offizielle Bewerbung und dann – hoffentlich – die Entscheidung des BIE im Jahr 2028. Wenn alles gut läuft, könnte Berlin ab 2035 die Bühne für eine der bedeutendsten Veranstaltungen der Welt sein. Die Vorfreude ist spürbar und lässt uns alle gespannt auf die kommenden Jahre blicken!
