Marion Brasch – ein Name, der in der Berliner Kulturszene untrennbar mit Geschichten und Stimmen verbunden ist. Geboren am 11. März 1961 in Ost-Berlin, ist die Schriftstellerin und Hörfunkjournalistin nicht nur ein kreatives Multitalent, sondern auch eine eindrucksvolle Geschichtenerzählerin, die mit ihrem Leben und Schaffen viele Menschen inspiriert. Von ihren Anfängen beim ORB und rbb, wo sie für Formate wie Radio Fritz und Kulturradio tätig war, bis zu ihren aktuellen Projekten hat sie sich immer wieder neu erfunden. Ihr Debütroman „Ab jetzt ist Ruhe. Roman meiner fabelhaften Familie“ aus dem Jahr 2012 wurde sofort zum Bestseller und bildete die Grundlage für den Dokumentarfilm „Familie Brasch“ sowie den Kinofilm „Lieber Thomas“. Ihre Werke sind nicht nur literarische Erzeugnisse, sondern auch ein Fenster in die komplexe Welt ihrer eigenen Familie.
Doch damit nicht genug! Marion hat eine bemerkenswerte Karriere als Moderatorin und Podcast-Hostin. Aktuell begeistert sie ihr Publikum mit dem Podcast „Wie war’s?“, der am Berliner Ensemble produziert wird. In dieser Gesprächsreihe trifft sie auf prominente Gäste, die nach den Vorstellungen in der Kantine des Theaters über die Aufführung und deren Bedeutung für ihr Leben reflektieren. Dabei erscheinen neue Folgen jeden Dienstag, und die Liste der Gäste liest sich wie ein Who’s Who der deutschen Kultur: von Anne Will über El Hotzo bis hin zu Maja Göpel. Die erste Folge, die mit Bosse in der Dreigroschenoper aufgenommen wurde, ist bereits veröffentlicht und hat die Vorfreude auf die kommenden Episoden nur noch gesteigert!
Das kreative Schaffen von Marion Brasch
Marion Brasch ist nicht nur eine Meisterin der Worte, sondern auch die Autorin mehrerer Romane und Kinderbücher. Neben ihrem Bestseller hat sie unter anderem „Wunderlich fährt nach Norden“ und „Lieber woanders“ veröffentlicht. Ihr Kinderbuch „Winterkind und Herr Jemineh“ wird 2024 erscheinen und zeigt, dass ihre Kreativität keine Grenzen kennt. Ihre familiären Wurzeln sind tief in der deutschen Kultur verwurzelt; sie stammt aus einer jüdischen Familie mit österreichisch-deutschen Wurzeln, was sich vielleicht auch in der Vielschichtigkeit ihrer Geschichten widerspiegelt.
Die künstlerische Ader zieht sich durch ihre Familie: Ihre Mutter war Journalistin, und ihr Vater nahm einen hohen Platz in der Kulturpolitik der DDR ein. Marion hat auch drei Brüder, die, genau wie sie, in der Literatur und im Theater tätig waren. Diese familiären Verbindungen und der kulturelle Kontext haben sie sicherlich geprägt und inspiriert. Von 1987 bis 1992 war sie beim Radiosender DT64, wo sie als Musikredakteurin begann und später auch als Moderatorin und Autorin tätig war. Nach ihrer Zeit bei DT64 folgten Stationen bei Rockradio B und Radio Eins (RBB), wo sie ihre journalistische Karriere fortsetzte.
Aktuelle Projekte und Engagements
Aber Marion Brasch ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Aktuell ist sie Teil des dokufiktionalen Stücks „On Air On Fire“ im Theater an der Parkaue, dem größten Kinder- und Jugendtheater Deutschlands. In diesem Stück wird ihre Zeit bei DT64 thematisiert, und es ist faszinierend zu sehen, wie ihre Erfahrungen in ein kreatives Bühnenformat integriert werden. Über all diese Projekte hinweg bleibt sie eine wichtige Stimme in der Berliner Kulturszene und gewährt Einblicke in ihre Welt, die geprägt ist von Erinnerungen, Geschichten und Begegnungen.
Marion Brasch ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie persönliche Erfahrungen und künstlerisches Schaffen auf einzigartige Weise miteinander verwoben sind. Ihre Bücher, ihre Podcasts und ihre Theaterprojekte – sie alle laden uns ein, in ihre Welt einzutauchen und uns auf eine Reise voller Emotionen und Gedanken zu begeben. Es bleibt spannend zu beobachten, wohin ihr kreativer Weg sie als Nächstes führen wird.