Heute ist der 4.05.2026. In Berlin hat die Bertelsmann Stiftung ihre neue Studie, den „Demokratiemonitor 2026“, vorgestellt. Unter dem wachsamen Blick von Studienautor Robert Vehrkamp wurde ein erfreuliches Bild der Demokratie in Deutschland gezeichnet. Wo man hinschaut, scheinen die Bürgerinnen und Bürger mehrheitlich hinter den Werten der liberalen Demokratie zu stehen: Ganze 82% der rund 5.000 Befragten unterstützen diese Werte. Damit wäre die Demokratie in Deutschland nicht nur ein Wort, sondern ein Lebensgefühl, das viele verbindet.

Besonders bemerkenswert ist die hohe Zustimmung zu dem Prinzip von Wahlen – stolze 90%! Auch andere demokratische Pfeiler finden breite Unterstützung: 80% der Befragten stehen hinter Parlament, Regierung und Gewaltenteilung, während die Bürgerrechte ebenfalls von 80% bejaht werden. Parteien kommen mit 77% nicht ganz so gut weg, aber hey, das ist immerhin besser als ein Schlag ins Wasser. Dennoch ist die durchschnittliche Zufriedenheit mit der Demokratie, also deren Performanz, mit 29% eher mau. Ein bisschen wie ein guter Wein, der leider etwas zu jung verkostet wurde.

Der Blick hinter die Kulissen

Schaut man genauer hin, wird klar, dass es hier nicht nur um Zustimmung, sondern auch um Defizite geht. So liegt die Zufriedenheit mit Wahlen bei 65%, während die Bürgerrechte nur 35% und die Gewaltenteilung 34% erreichen. Der Rückhalt ist also da, aber es gibt viel Raum für Verbesserungen. Interessant ist, dass die Werte in allen Kategorien im Vergleich zu 2019 gestiegen sind. Das größte Plus gibt es beim Parlament und den Parteien, beide haben um 5 Punkte zugelegt. Wer hätte das gedacht? Kritik an der Demokratie scheint die Akzeptanz nicht zu untergraben, was ein positiver Lichtblick ist.

Die Studie basiert auf Befragungen, die über einen Zeitraum von sechs Jahren, zwischen 2019 und 2025, durchgeführt wurden. Insgesamt wurden 72 Fragen in acht Kategorien gestellt. Dabei untersuchte sie nicht nur die Akzeptanz und Legitimität demokratischer Werte, sondern auch das Funktionieren der Demokratie in der Praxis. Die jüngsten Daten stammen aus dem Sommer 2025. Hochinteressant ist der Vergleich der Legitimität und des Funktionierens der Demokratie zwischen 2019 und heute. Das Bild ist durchweg positiv, auch wenn die Zufriedenheit mit dem Funktionieren der Demokratie in Deutschland auf die Verfassungsrealität und nicht nur auf die Verfassungsnorm Bezug nimmt.

Ein Blick auf die Zufriedenheit

Die Zufriedenheit mit der Demokratie bezieht sich auf das echte Leben – also wie gut die institutionellen Mechanismen funktionieren, wie die Regierenden die Interessen der Bürger berücksichtigen und welche Ergebnisse sie liefern. In der Vergangenheit gab es große Schwankungen, besonders in Ost- und Westdeutschland. Im Schnitt waren die Menschen in Westdeutschland von 1991 bis 2023 zu 69% zufrieden, während Ostdeutschland nur auf 45% kam. Ein krasser Unterschied! Und trotz aller Krisen bleibt die Mehrheit in vielen westeuropäischen Ländern mit ihrer Demokratie zufrieden. Komisch, wenn man bedenkt, dass wir hier gerade über die Stärken und Schwächen unseres eigenen Systems sprechen.

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In den letzten Jahren gab es immer wieder Auf und Ab in der Zufriedenheit. Nach den Bundestagswahlen ist oft ein Anstieg zu beobachten, aber die Meinungen können schnell kippen – wie 2021 mit der Kritik am Krisenmanagement während der Pandemie. Der Unterschied zwischen Ost und West bleibt konstant, und auch die EU-Länder zeigen ein buntes Bild der Zufriedenheit. Während Westdeutschland über dem westeuropäischen Durchschnitt liegt, ist Ostdeutschland unter dem Schnitt. Irgendwie ist das alles ein wenig frustrierend, aber auch ein spannender Prozess.

Die Ergebnisse der Bertelsmann-Stiftung sind ein wertvolles Dokument, das die Resilienz der Demokratie in Deutschland beleuchtet. Sie zeigt uns, dass trotz der Herausforderungen, die uns begegnen, die Werte der Demokratie in der Bevölkerung verankert sind. Es bleibt also spannend, wie sich die Demokratie in den kommenden Jahren weiter entwickeln wird.