In Lichtenberg, wo manch einer die Schätze der Natur sucht, finden sich leidenschaftliche Geocacher zusammen, um nicht etwa verborgene Goldstücke zu heben, sondern um die Umgebung zu pflegen. Zum fünften Mal in Folge lädt die Organisatorin Kathrin Findeiß aus Naila zum „CITO-Event“ (Cache In Trash Out). Hier wird mit Astscheren und viel Enthusiasmus Wildwuchs am Hang entfernt. Es ist faszinierend, wie sich diese Gemeinschaft zusammenfindet, um aktiv etwas für die Umwelt zu tun – und das ganz ohne Schatzsuche! Am Waldenfelsplatz haben sich insgesamt 30 Teilnehmer versammelt, darunter auch ein Geocacher, der die weiteste Anreise aus Brünn, Tschechien, auf sich genommen hat. Auch aus Städten wie Dresden, Coburg, Forchheim, Bamberg, Leipzig, Nürnberg, Gera und Bayreuth reisen die Teilnehmer an. Wow! Was für ein Zusammenkommen!
Gemeinsam für die Umwelt
CITO ist mehr als nur ein Event – es ist eine Umweltinitiative der Geocaching-Community, die 2002 ins Leben gerufen wurde. Seitdem haben über 730.000 Freiwillige ihre Hände schmutzig gemacht, um Parks und Freiflächen zu verbessern. Die Aktivitäten sind vielfältig: Müllsammeln, Bäume pflanzen, invasive Arten entfernen, Wege bauen – alles, um die Natur ein Stückchen schöner zu machen. Und das Beste? Geocacher, die an diesen Events teilnehmen oder sie ausrichten, haben die Möglichkeit, zweimal im Jahr virtuelle Souvenirs zu verdienen. Ein kleiner Anreiz, der Spaß und Umweltbewusstsein verbindet!
Es ist einfach großartig zu sehen, wie Geocacher und Gemeinschaftsgruppen zusammenarbeiten. Sie bringen frischen Wind und neue Ideen in die Pflege der Natur. Und das nicht nur einmal im Jahr – tatsächlich kann man auch während jeder Geocaching-Tour aktiv werden, indem man Müll aufsammelt und die Umgebung von Geocaches reinigt. So wird aus jedem Ausflug ein kleines Stückchen Umweltschutz.
Ein Dialog über Nachhaltigkeit
In den letzten zehn Jahren hat sich Geocaching zu einem beliebten Natursport entwickelt, doch der erhöhte Nutzerdruck führt auch zu Konflikten zwischen verschiedenen Akteursgruppen. Die Kommunikation ist oft schwierig, da viele Natursportler nicht organisiert sind. Ein neues Projekt soll hier ansetzen und einen Dialog zwischen Geocachern, Waldbesitzern, Umweltschützern, Landwirten, Jägern und Wandervereinen initiieren. Mit modernen Medien und sozialen Netzwerken wie Facebook, YouTube oder Instagram soll eine Plattform geschaffen werden, die alle Interessensgruppen anspricht und für die Bedürfnisse der anderen sensibilisiert.
Der Fokus liegt auf einer umweltbewussteren und konfliktfreieren Ausgestaltung des Geocachings. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, um die Natur zu schützen und gleichzeitig den Spaß am Geocaching zu erhalten. Und es gibt immer einen Weg, um emissionsarm anzureisen und die Umwelt zu schonen.
So könnte man sagen, dass die Geocacher in Lichtenberg nicht nur auf der Suche nach Schätzen sind, sondern auch echte Umwelthelden. Mit jeder Astschere, die sie schwingen, und jedem Stück Müll, das sie einsammeln, tragen sie zur Verbesserung ihrer Umgebung bei. Und das ist doch irgendwie die wahre Schatzsuche, oder?