In der Nacht vom 14. zum 15. November 2025, gegen 21:50 Uhr, erschütterte ein grausames Verbrechen die ruhigen Straßen von Lichtenberg in Berlin. Vor einem Imbiss, der normalerweise ein beliebter Treffpunkt für Nachtschwärmer ist, fielen Schüsse, die das Leben eines 29-jährigen Mannes für immer veränderten. Er wurde nachfolgend mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wo er zwei Tage später, am 17. November, starb. Seine letzten Stunden waren geprägt von der Hoffnung auf Genesung, die jedoch enttäuscht wurde.
Der Vorfall ereignete sich während eines Gesprächs, an dem insgesamt vier Personen beteiligt waren. Ein Streit brach offenbar zwischen dem 65-jährigen Beschuldigten und einem 28-jährigen Mann sowie zwei weiteren Personen aus. Plötzlich zog der Angeschuldigte eine Schusswaffe und traf den 28-Jährigen zweimal am Oberkörper. Ein weiterer Schuss traf den 29-Jährigen im Hinterkopf. Die Situation eskalierte in einem Augenblick, der für alle Anwesenden unvorstellbar war. Der Beschuldigte floh daraufhin vom Tatort, während eine dritte Person unerkannt entkam. Der Schock saß tief, und die Frage nach dem Warum blieb im Raum stehen.
Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat nun Anklage gegen den 65-jährigen Mann erhoben. Die Anklagepunkte reichen von Totschlag über versuchten Totschlag bis hin zu gefährlicher Körperverletzung. Der Angeschuldigte, der laut einem Fahndungsaufruf armenischer Herkunft ist, hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert und sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen, geführt von der 5. Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin, konzentrieren sich jetzt auf die Hintergründe dieser schrecklichen Tat.
Nach seinem Rückzug aus der Öffentlichkeit stellte sich der Beschuldigte zwei Wochen nach dem Vorfall der Polizei. Während dieser Zeit blieb die Bevölkerung in Lichtenberg in Ungewissheit und Angst zurück. Es ist ein Gefühl der Ohnmacht, wenn das Gewöhnliche – ein Gespräch unter Freunden oder Bekannten – in solch eine Tragödie umschlägt. Die Fragen nach den Motiven des Täters und den genauen Umständen des Streits bleiben weiterhin unbeantwortet.
Am Landgericht wird nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens entschieden. Die Geschehnisse haben nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch das der gesamten Nachbarschaft erschüttert. Der Imbiss, der für viele ein Ort der Begegnung war, wird jetzt mit einem dunklen Schatten in Verbindung gebracht. Man fragt sich, wie eine solche Eskalation in einem Umfeld geschehen kann, das eigentlich Sicherheit und Gemeinschaft verspricht.