Musik als Brücke: Brandenburgs Sommerkonzerte setzen ein Zeichen der Solidarität
Am 30. Mai 2026, genau heute, hat die 35. Auflage der Brandenburgischen Sommerkonzerte in der St. Nikolaikirche in Luckau das Licht der Welt erblickt. Mit dabei: das Symphonische Orchester Kiew und die virtuose Violinistin Antje Weithaas, die den Abend mit einem kraftvollen Auftakt bereicherten. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) unterstrich in seiner Ansprache die kulturelle Bedeutung der Sommerkonzerte für Brandenburg – ein echtes Fest für die Sinne und die Gemeinschaft.
Inmitten der aktuellen geopolitischen Spannungen und dem seit über vier Jahren andauernden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine wurde das Kiewer Orchester als besonderer Gast ausgewählt. Man wollte ein Zeichen setzen, ein starkes Signal der Solidarität mit der Ukraine. Derzeit findet das Orchester eine provisorische Heimat in Monheim am Rhein. Es ist bemerkenswert, wie Musik Brücken bauen kann, selbst in den schwierigsten Zeiten.
Ein Festival für alle Sinne
Die Brandenburgischen Sommerkonzerte sind nicht nur ein musikalisches Ereignis – sie sind das größte flächendeckende Musikfestival im Raum Berlin-Brandenburg. Über 250 Orte haben seit 1990 ihre Türen geöffnet und die diesjährige Saison bietet gleich 31 Konzerte über einen Zeitraum von drei Monaten. Das Programm ist so vielfältig wie die Landschaft Brandenburgs selbst: von klassischer Kammermusik über eindrucksvolle Sinfonieorchester bis hin zu Jazz und Folk. Und das alles umgeben von zauberhaften Konzertorten wie Kirchen, Schlossparks und Landschaftsgärten.
Besonders spannend ist die Rückkehr zu Traditionsorten, wo die Klänge der Musik die alten Mauern zum Leben erwecken. Orte wie das Rittergut Stechau oder die Barockstiftskirche Neuzelle werden wieder Teil des Festivals. Neu hinzugekommen ist sogar eine Konzertscheune in Kraatz bei Gransee. Wie schön, wenn die Musik in solch malerischen Kulissen erklingt! Und wenn das nicht genug ist, gibt es auch ein kulturelles und kulinarisches Begleitprogramm, das den Besuchern die Möglichkeit gibt, die Region noch intensiver zu erleben – von selbstgebackenen Kuchen bis zu interessanten Führungen.
Ein Blick in die Zukunft der Musik
Das Festival bringt seit über 30 Jahren Menschen zusammen und wird auch in diesem Jahr von einem internationalen Kammermusikfestival Fliessen begleitet, das erneut spannende Auftritte in petto hat. Künstler wie Linus Roth und die Philharmonie Dresden stehen auf der Liste der hochkarätigen Darbietungen. Außerdem sind die Fliessen-Gespräche vor den Konzerten eine wunderbare Gelegenheit, mehr über die Musik und die Künstler zu erfahren – ein echtes Highlight für alle Musikliebhaber.
Und während wir uns auf das Abschlusskonzert am 30. August im Dom St. Marien in Fürstenwalde/Spree freuen, wo das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus auftreten wird, bleibt uns nur zu sagen: Es wird ein unvergesslicher Sommer, der die Herzen berührt und die Ohren verwöhnt. Die Brandenburgischen Sommerkonzerte sind ein Fest, das nicht nur die Seele nährt, sondern auch den Zusammenhalt in unserer Region stärkt. So wird Musik zum Lebenselixier – und das ist nicht nur schön, sondern auch wichtig für unser Miteinander.
