Im Berliner Tierpark hat sich ein freudiges Ereignis ereignet: Eine Rothschild-Giraffenkuh namens Katharina hat am Dienstag ein gesundes Kälbchen zur Welt gebracht. Die stolze Mutter, die bereits 21 Jahre alt ist, bringt mit diesem Jungtier ihren zehnten Nachwuchs zur Welt. Sowohl Katharina als auch das Neugeborene sind wohlauf und können von den Besuchern auf der Außenanlage bewundert werden. Das Kälbchen hat bisher noch keinen Namen, aber das wird sich sicherlich bald ändern.
Der Vater des kleinen Giraffenbullen ist der 14 Jahre alte Giraffenbulle Jabulani. Mit der Geburt des Kälbchens wächst die Giraffenherde im Tierpark auf insgesamt zwölf Tiere an. Doch die Freude über den Nachwuchs wird auch von einem tragischen Vorfall überschattet: Im März musste ein Giraffen-Jungtier aufgrund einer angeborenen Gelenkentzündung, auch bekannt als Polyarthritis, eingeschläfert werden. Rothschild-Giraffen sind in ihrem Gesamtbestand als „gefährdet“ eingestuft, mit nur noch etwa 1.400 Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum in Kenia und Uganda.
Ein weiterer Nachwuchs im Tierpark
Doch die Freude hört hier nicht auf. Am 24. Juni wurde ein weiteres Giraffen-Jungtier im Tierpark geboren. Diesmal war es Giraffenkuh Amalka, die mit ihren 10 Jahren ihr viertes Jungtier zur Welt brachte. Das Neugeborene wiegt beeindruckende 60 kg und misst etwa 1,80 Meter in der Höhe. Giraffen sind bekanntlich die höchsten Landtiere der Erde, und das Jungtier wird bald ein Teil der Giraffengruppe sein.
Interessanterweise entwickeln sich die charakteristischen Knochenzapfen, auch Hörnchen genannt, erst eine Woche nach der Geburt. Giraffen gebären im Stehen, und die Jungtiere sind in der Lage, kurz nach der Geburt zu laufen. Dies ist ein faszinierender Aspekt der Giraffen, die nicht nur durch ihre Größe beeindrucken, sondern auch durch ihre bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit.
Die Herausforderungen der Rothschild-Giraffen
Leider stehen Rothschild-Giraffen in ihrer Heimat, Kenia und Uganda, vor großen Herausforderungen. Illegale Jagd und landwirtschaftliche Expansion bedrohen ihren Lebensraum und tragen zu ihrem Rückgang bei. Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem hebt die Bedeutung der Geburten hervor und betont das Vertrauen in die natürlichen Instinkte der Mütter. Giraffen sind auf der Roten Liste der IUCN als „gefährdet“ eingestuft, was ihre Erhaltung umso wichtiger macht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Tierpark Berlin nicht nur ein Ort des Staunens ist, sondern auch eine wichtige Rolle im Schutz dieser majestätischen Tiere spielt. Während wir uns über den neuen Giraffen-Nachwuchs freuen, dürfen wir die Herausforderungen, denen diese Giraffenart gegenübersteht, nicht aus den Augen verlieren.