In einer wegweisenden Ankündigung hat Präsident Dirk Zingler von Union Berlin den Umzug des Vereins ins Olympiastadion für die Saison 2027/28 bekanntgegeben. Diese Maßnahme ist notwendig, da die Stadionerweiterung an der Alten Försterei rund 15 Monate in Anspruch nehmen wird. Bereits in der Vergangenheit musste Union Berlin für Champions-League-Spiele ins Olympiastadion ausweichen. Doch während die Männer-Mannschaft einen Platz in der historischen Arena findet, stehen die Frauen vor einer Herausforderung: Das Olympiastadion mit einer Kapazität von 8.000 Fans pro Spiel ist ihnen einfach zu groß.

Um eine Lösung zu finden, hat Zingler bereits beim Hans-Zoschke-Stadion in Lichtenberg angefragt. Aktuell laufen Gespräche mit dem Präsidenten von Lichtenberg 47, Michael Grunst. Das Hans-Zoschke-Stadion hat eine Kapazität von 9.900 Fans, benötigt jedoch einige dringend nötige Modernisierungen, darunter die Verbesserung der sanitären Anlagen und der Rasenbeschaffenheit.

Die Stadionerweiterung an der Alten Försterei

Der Ausbau der Alten Försterei ist in zwei Stufen geplant. Zunächst wird die Kapazität auf 34.500 Plätze erhöht, bevor die vollständige Kapazität von 40.500 Zuschauern nach einer Verbesserung der Verkehrsanbindung und entsprechenden Gutachten freigegeben wird. Neben der Erhöhung der Sitzplätze sind auch neue Funktionsgebäude, ein Klubhaus und zusätzliche Gastroflächen vorgesehen. Um den Individualverkehr zu reduzieren, wird ein Park- und Buskonzept mit Shuttles entwickelt.

Die Rückkehr nach Köpenick für die Saison 2028/29 ist fest eingeplant. Momentan spielt Union mit Sondergenehmigung im Stadion An der Alten Försterei, das mit seinen 3.617 Sitzplätzen nicht bundesligatauglich ist. Der Ausbau ist also dringend notwendig, um den Ansprüchen der ersten Liga gerecht zu werden.

Herausforderungen und weitere Entwicklungen

In der Hauptstadt gibt es derzeit mehrere Stadionprojekte, die sich in unterschiedlichen Planungsphasen befinden. Während Union Berlin an der Erweiterung der Alten Försterei arbeitet, hat der Senat die Pläne für das Verkehrskonzept abgelehnt, was zu Schwierigkeiten führt. Ein Kompromissvorschlag sieht vor, die Kapazität auf 34.000 Plätze zu reduzieren, wobei mehr Sitz- als Stehplätze realisiert werden sollen.

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Für die Zukunft bleibt die Erweiterung auf 40.500 Besucher möglich, wie Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, betont. Ein tragfähiger Kompromiss für das Verkehrskonzept scheint gefunden worden zu sein, was die Planungen vorantreibt. Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, bekräftigt, dass der selbstfinanzierte Stadionausbau unterstützt wird, um mehr Union-Fans die Teilhabe zu ermöglichen.

Zusätzlich haben andere Vereine wie Hertha BSC und der BFC Dynamo mit ihren eigenen Herausforderungen zu kämpfen, was die Stadionpläne betrifft. Während Hertha BSC den Standort für ein neues Stadion erneut verschieben musste, plant der BFC Dynamo Modernisierungen im Sportforum, obwohl ein vollständiger Neubau auf Widerstand stößt.

Die Entwicklungen rund um die Stadionprojekte in Berlin zeigen, wie wichtig der Fußball für die Stadt ist. Union Berlin steht vor einem spannenden Kapitel, das nicht nur die Vereinsgeschichte, sondern auch die ganze Fußballkultur in der Region prägen wird.