Abschied in der Kapelle: Ein letzter Gottesdienst voller Erinnerungen und Hoffnung
Heute, am 24. Juni 2026, wird in der Kapelle des Theresienkrankenhauses, das mittlerweile als Brüderklinikum Julia Lanz bekannt ist, ein ganz besonderer Gottesdienst gefeiert. Es ist der letzte seiner Art, und das lässt die Herzen vieler Menschen höher schlagen – oder auch schwerer werden. Um 9 Uhr wird hier ein Abschied genommen, der nicht nur die Wände dieser Kapelle betrifft, sondern auch all die Erinnerungen und Lebensmomente, die in ihrem Inneren stattgefunden haben.
Über Jahrzehnte hinweg bot dieser Raum Trost und Mut, eine Oase der Ruhe inmitten der oftmals hektischen Krankenhausatmosphäre. Der Gottesdienst wird für und mit ehrenamtlich Engagierten, dem Klinikpersonal und langjährigen Besuchern gestaltet. Das Besondere daran? Die ökumenische Prägung. Menschen aus katholischer, evangelischer und muslimischer Tradition kommen zusammen, um diesen besonderen Moment zu teilen. Barbara Kraus und Cordula Mlynski werden die Predigt halten, während Dorothea Roters die Fürbitten übernimmt. Eine bunte Mischung aus Glaubensrichtungen, die zeigt, wie wichtig der Zusammenhalt in schwierigen Zeiten ist.
Ein symbolischer Übergang
Die liturgische Gestaltung wird von Diakon Professor Peter Ling, Pfarrer Dr. Jörg Lichtenberg und Bernhard Karch musikalisch umrahmt. Diese besondere Zeremonie beinhaltet auch einen symbolischen Übergang ins Diako: Die liturgischen Gegenstände werden entfernt, das Ewige Licht erlischt, und das Tabernakel wird geöffnet. Ein Moment, der tief berührt und vielleicht auch Tränen der Rührung in die Augen treibt.
Eine Glasstele, die die Lebenden und Verstorbenen ehren soll und Abbilder der Kapellenfenster mit heiligen Figuren zeigt – der heiligen Teresa von Ávila und dem heiligen Vinzenz von Paul – wird während des Gottesdienstes verhüllt. Diese Stele wird dann in die Kapelle des Diako überführt. Die Verhüllung ist ein aktuelles Zeichen des Wandels, das viele nachdenklich stimmen wird. Denn dies markiert das Ende der liturgischen Präsenz der Klinikseelsorge im Theresienkrankenhaus.
Gemeinsam Abschied nehmen
Nach dem Gottesdienst sind alle eingeladen, die sich der Kapelle verbunden fühlen oder hier wichtige Lebensmomente erlebt haben, zum Austausch. Das ist eine schöne Gelegenheit, um Erinnerungen zu teilen und vielleicht auch ein wenig Trost in der Gemeinschaft zu finden. Ein großer Dank geht an all diejenigen, die die Gottesdienste mitgefeiert und die Pflegeschule begleitet haben. Solche Momente sind wie kleine Lichtblicke im Alltag und verdienen es, gewürdigt zu werden.
Wer mehr über die Gottesdienste erfahren möchte, findet Informationen auf den Websites der katholischen und evangelischen Kirche: www.kathma.de/gottesdienste und www.ekma.de. Das kann eine gute Möglichkeit sein, auch über diesen Abschied hinaus die spirituelle Verbindung zu pflegen.
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