Die Planung für den 17. Bauabschnitt der A100 sorgt weiterhin für hitzige Diskussionen unter den Berlinerinnen und Berlinern. Auch wenn die Autobahn GmbH kürzlich angekündigt hat, dass die Vorzugsvariante im Herbst 2023 vorliegen soll, haben sich die ursprünglichen Zeitpläne, die eine Entscheidung für 2025 vorsahen, mittlerweile auf den Sommer 2026 verschoben. Ein spannender Prozess, der an der Frankfurter Allee in Friedrichshain enden soll und die Autobahn auf stolze 5,7 Kilometer verlängert.

Die Kostenschätzungen für dieses Mammutprojekt schwanken gewaltig. Während die Autobahn GmbH von rund 1,1 Milliarden Euro ausgeht, rechnen Beobachter mit Ausgaben von bis zu vier Milliarden Euro – eine Summe, die selbst im Berliner Kontext für Aufsehen sorgt. Der Bau wird nicht nur die Neuen Bahnhofstraße und das Ostkreuz in einem beeindruckenden Doppelstocktunnel mit je drei Fahrstreifen unterqueren, sondern auch umfangreiche Arbeiten in der Umgebung nach sich ziehen. Hier muss die Neue Bahnhofstraße aufgerissen werden und das wird sicher nicht ohne längere Sperrungen ablaufen.

Tunnel oder Brücke?

Eine der spannendsten Fragen, die sich aus diesem Bauabschnitt ergibt, ist die Entscheidung, ob die Autobahn unter der Spree verlaufen soll oder ob eine Brücke zwischen der Elsen- und der Ringbahnbrücke gebaut wird. Eine Brücke hätte zwar ihre eigenen Herausforderungen, aber der Tunnel wäre der längste Straßentunnel Berlins. Das klingt nicht nur nach einer technischen Meisterleistung, sondern könnte auch einige der Sorgen der Anwohner zerstreuen, die befürchten, dass ihre Wohnhäuser in Treptow dem Bau zum Opfer fallen könnten.

Die CDU Berlin hat bereits Pläne gezeichnet, wie der neue Abschnitt als „Klima-Autobahn“ gestaltet werden könnte – mit Solardächern, Radschnellwegen und ausreichend Grünflächen. Das klingt ja schon fast zu schön, um wahr zu sein! Die Bürgerbeteiligung im Planfeststellungsverfahren, das 2027 beginnen soll, könnte auch dafür sorgen, dass die Stimmen der Bevölkerung Gehör finden. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Pläne konkret entwickeln und welche Kompromisse am Ende gefunden werden.

Ein Baustellen-Monster

Mit der Trasse, die durch die Bezirke Treptow-Köpenick, Friedrichshain-Kreuzberg und Lichtenberg verläuft, wird die A100 zu einem echten Baustellen-Monster. Der Bauabschnitt erstreckt sich nicht nur über beeindruckende 4,106 Kilometer, sondern wird auch die Storkower Straße um zusätzliche 1,620 Kilometer erweitern. Schaut man sich die Details an, wie den dreispurigen Doppelstocktunnel unter dem Ostkreuz oder die Verläufe unter der Neuen Bahnhofstraße und der Gürtelstraße, wird klar, dass hier eine technische Herausforderung auf die Ingenieure wartet.

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Der exakte Baubeginn steht noch aus, aber die Vorarbeiten, wie die bereits errichteten fünf Betonblöcke unter dem Bahnhof, sind ein Zeichen, dass es vorangeht. So geht es weiter – auch wenn das Warten auf die finale Entscheidung zwischen Tunnel oder Brücke manchmal zum Verzweifeln sein kann. Der erste neue Überbau der Elsenbrücke soll immerhin im März 2026 eröffnet werden, und dann bleibt zu hoffen, dass die zweite Brückenhälfte nicht allzu lange auf sich warten lässt.

In der Zwischenzeit bleibt die Frage, wie die Berlinerinnen und Berliner den Bauprozess erleben werden. Ob er tatsächlich so grün und nachhaltig wird, wie er versprochen wird? Oder ob er eher ein weiteres Kapitel im unendlichen Buch der Berliner Verkehrsproblematik darstellt? Die Antworten darauf werden die nächsten Jahre zeigen.

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