Heute ist der 26.10.2026 und die Berliner Humboldt-Universität (HU) kann voller Stolz verkünden: Der Ostflügel ihres Hauptgebäudes hat nach einer zehnjährigen Sanierung endlich wieder seine Türen geöffnet! Es ist, als hätte das alte Gemäuer einen frischen Atemzug genommen, und die Freude darüber ist spürbar. Die beiden großen Hörsäle, das Audimax mit seinen 600 Sitzplätzen und der Kinosaal mit 450 Plätzen, stehen jetzt wieder für Lehrveranstaltungen zur Verfügung. Modernste Medientechnik wurde installiert – ein echter Fortschritt für die Studierenden!

Besonders spannend ist das sanierte Menzel-Dach, das über dem Audimax thront. Auf stolzen 400 Quadratmetern finden sich Atelier- und Werkstattflächen im Dachgeschoss. Hier wird nun praxisbezogene Ausbildung im Fach Kunst- und Bildgeschichte stattfinden. Das klingt nach einem Ort voller Kreativität und Inspiration!

Ein langer Weg zur Erneuerung

Die Sanierung war kein Zuckerschlecken. Der Umfang der Maßnahmen und die alte Bausubstanz wurden als Gründe genannt, warum alles länger dauerte als ursprünglich geplant. Das Ganze hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen für die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Pflege und Gesundheit organisiert und durchgeführt. Und die Zahlen sind beeindruckend – insgesamt 86 Millionen Euro wurden in die Instandsetzung investiert.

Die Gebäudehülle wurde umfangreich instand gesetzt, der Brandschutz verbessert und auch die energetische Sanierung wurde nicht vernachlässigt. Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroanlagen wurden umgebaut. Es war also ein richtig großes Projekt, das jetzt die östliche Seite des denkmalgeschützten Hauptgebäudes abschließt. Und das während der Bauphase genutzte Hörsaalzelt? Das wird Anfang November abgebaut. Ein Zeichen, dass die Unistadt wieder in den Normalbetrieb übergeht!

Ein Blick in die Geschichte

Der Ostflügel hat eine lange Geschichte. Er gehört nicht zum Prinz-Heinrich-Palais, das König Friedrich Wilhelm III. stiftete. Zwischen 1913 und 1920 wurde der Flügel nach hinten erweitert, um dem Platzbedarf der damals wachsenden Königlichen Friedrich-Wilhelms-Universität Rechnung zu tragen. Diese Entscheidung führte zur Entstehung des H-förmigen Gebäudes mit Innenhof. Der Ostflügel, der im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurde, erlebte 1953/1954 eine Wiederaufbauphase. Ein markantes Relikt aus der Zeit des DDR-Wiederaufbaus sind die 1962/1963 gestalteten Glasfenster von Walter Womacka in der Treppenhalle des Audimax – sie tragen den Titel „Die Wissenschaft erobern“ und erzählen so ihre eigene Geschichte.

Der Ostflügel ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern ein lebendiges Stück Berliner Geschichte. Und jetzt, wo die Sanierung abgeschlossen ist, wird er wieder zu einem Ort der Begegnung und des Wissens. Ein echter Grund zur Freude für die gesamte Universitätsgemeinschaft!