Am Sonntag, den 10. Mai 2026, war es endlich so weit: Im Herzen Berlins trafen die Füchse Berlin auf den THW Kiel in einem spannenden Duell der Handball-Bundesliga. Die Spannung war förmlich greifbar, als die beiden Teams aufeinandertrafen. Die Füchse, amtierender deutscher Meister, standen auf Platz 3 der Tabelle und konnten mit einem Sieg ihre Position festigen. Der THW Kiel, auf Platz 5, war auf der Suche nach dringend benötigten Punkten. Doch die Kieler mussten ohne einige Schlüsselspieler antreten, was die Situation nicht gerade einfacher machte.
Von Beginn an setzten die Füchse ihre Offensivpower in Szene. Sie gingen schnell mit 4:1 in Führung und hielten den THW Kiel konstant auf Abstand. Die Kieler, die auf Emil Madsen und Elias Ellefsen á Skipagötu verzichten mussten, schienen ein wenig überfordert, auch wenn ihr Trainer Filip Jicha versuchte, mit einem Wechsel im Tor von Gonzalo Perez de Vargas zu Andreas Wolff gegen zu steuern. Dennoch war es Dejan Milosavljev, der im Tor der Füchse glänzte und mit 15 Paraden zum Mann des Spiels avancierte.
Intensität und Kampfgeist
Zur Halbzeit stand es 18:16 für die Füchse. Doch der THW gab sich nicht auf. Rune Dahmke glich in der 48. Minute zum 25:25 aus und ließ die Kieler Fans aufatmen. Die Intensität des Spiels nahm spürbar zu, und die Emotionen kochten über. Jeder Ballkontakt war entscheidend, und die Spieler schenkten sich nichts. In der 52. Minute führte Berlin jedoch wieder mit 30:26, als Milosavljev seine Paraden auf 12 erhöhte. Trotz aller Bemühungen und einer Aufholjagd in der Schlussphase blieben die Kieler letztlich chancenlos – sie machten leichte Fehler, die ihnen das Comeback verwehrten.
Die Füchse Berlin konnten sich über einen 35:28-Sieg freuen und festigten damit ihre Position als Tabellendritter. Mathias Gidsel, der mit 8 Toren bester Werfer der Partie wurde, führt außerdem die Torschützenliste der HBL mit beeindruckenden 261 Treffern an. Die Kieler hingegen müssen sich nach diesem Spiel fragen, wie sie nach der Rückkehr ihrer verletzten Spieler, Nikola Bilyk und Eric Johansson, wieder in die Erfolgsspur finden können.
Rückblick auf die Saison
In der laufenden Saison hatten sich die beiden Teams bereits dreimal getroffen – und die Füchse gewannen alle bisherigen Begegnungen, darunter auch das Hinspiel mit 32:29, in dem Tim Freihöfer mit 10 Toren herausstach. Es war also kein Wunder, dass die Füchse voller Selbstvertrauen in dieses Spiel gingen. Trainer Nicolej Krickau hatte die Wichtigkeit des Spiels betont und die Notwendigkeit, die eigene Spielweise durchzusetzen. Diese Ansage schien gefruchtet zu haben.
Das letzte Auswärtsspiel in Kiel endete mit einem knappen Sieg für die Füchse, und nun, nach diesem erneuten Triumph, dürfen sie sich auf die nächsten Herausforderungen freuen. Die Spannung in der Bundesliga bleibt hoch, und die Frage bleibt: Kann der THW Kiel rechtzeitig aufholen, um noch in den Kampf um die oberen Plätze einzugreifen? Dieses Spiel war nur eines von vielen in einer packenden Saison voller Wendungen und Überraschungen.