Junge Stimmen für ein bunteres Friedrichshain-Kreuzberg
Heute ist der 13.07.2026 und im pulsierenden Herzen von Friedrichshain-Kreuzberg wird es wieder spannend. Ein Kiezspaziergang hat sich als Treffpunkt für engagierte Jugendliche etabliert – und zwar am Parklet an der Modersohn-Grundschule, ganz nah am Boxhagener Platz. Hier treffen sich Emma (15), Mika (12) und Shaun (19), die nicht nur die Schule im Blick haben, sondern auch den Kiez, in dem sie leben. Ihre Stimmen sind wichtig, denn sie sind Teil des neu gegründeten Jugend- und Kinder-Gremiums Friedrichshain-Kreuzberg (JuKG), das seit Februar diesen Jahres aktiv ist. Ein Ort, an dem junge Menschen ihre Anliegen formulieren und Lösungen für die Herausforderungen in ihrem Bezirk entwickeln.
Die Jugendlichen haben klare Vorstellungen: mehr Farbe im Kiez! Blumenkübel wären ein erster Schritt, um den grauen Alltag ein wenig aufzuhellen. Emma kritisiert den Zustand des Boxhagener Platzes scharf – „Wenig grün und vermüllt“ – das sind ihre Worte. Diese Probleme sind nicht nur ein persönliches Anliegen, sondern auch ein aktuelles Thema in der AG „Umwelt“, die einen Antrag an die Bezirksstadträtin Annika Gerold vorbereitet. Emma, Mika und Shaun sind sich einig, dass große Straßen ein Sicherheitsproblem darstellen – ein Thema, das in der Mobilitätswende immer wieder auftaucht. Positiv erwähnen sie den neuen Zebrastreifen vor der Schule, der für mehr Sicherheit sorgt. Aber das reicht nicht. Die Forderungen nach Gleichberechtigung zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autos sind laut und deutlich.
Engagement und Herausforderungen
Ein weiterer Aspekt, der die Jugendlichen beschäftigt, ist die Diskussion über das RAW-Gelände. Ein Ort, der kulturelle Angebote und Jugendclubs beherbergt, könnte bald durch den Bau von Büros und Wohnungen verändert werden. Eine Investorengruppe plant hier große Projekte – die Sorgen der Jugendlichen sind groß. Sie kritisieren die Unterfinanzierung von Jugendclubs und die ständige Notwendigkeit, Programme zu kürzen. Immer wieder wird der Mangel an Orten ohne Konsum für Jugendliche angesprochen; mehr Cafés und Treffpunkte wären wünschenswert. Auch der eingezäunte Görlitzer Park (Görli) sorgt für Aufregung. Die Initiative „Görli zaunfrei“ klagt gegen die nächtliche Schließung des Parks, ein weiteres Zeichen für die Unzufriedenheit der jungen Bürger.
Am 22. September 2023 stehen die Wahlen für das Berliner Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) an. Die Jugendlichen sind gespannt, wie sich die Wahl auswirken wird. Friedrichshain-Kreuzberg wird seit 2006 von den Grünen regiert, doch die Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann wird nicht zur Wiederwahl antreten. Die Zahlen sind interessant: Grüne 34,5%, Linke 20,6%, SPD 13,5%, CDU 13,2%, AfD 3,6%, PARTEI 3,4%, Sonstige 11,2%. Shaun bringt es auf den Punkt: „Oft wird Politik für Senioren gemacht, die Jugend wird nicht gehört.“ Doch im JuKG fühlen sich die Jugendlichen gehört – und das ist wichtig!
Politik zum Anfassen
Werner Heck von den Grünen hebt hervor, wie wichtig es ist, dass alle Altersgruppen in der BVV repräsentiert sind. Auch Joschka von Polenz (SPD) ist begeistert von der Teilnahme der Kinder an den Plena und ihren innovativen Ideen. Sie bringen frischen Wind und neue Perspektiven in die Diskussionen! Karolin Behlert von Die Linke thematisiert den Rückgang von Vögeln und den Eichenprozessionsspinner – alles im Kontext des Klimawandels und der Umweltpolitik. „Es ist wichtig, dass die Anliegen der jungen Menschen in die BVV eingebracht werden“, sagt sie. Das JuKG bietet genau diese Plattform, die jungen Leuten ermöglicht, aktiv zu sein und sich einzubringen.
Die Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann betont die Bedeutung der aktiven Beteiligung und bedankt sich bei den engagierten Kindern und Jugendlichen. Ihre Worte sind eine Ermutigung, die Teilnahme am Gremium weiter auszubauen. Der Kontakt zum Kinder- und Jugend-Beteiligungsbüro (KJBb) in Friedrichshain-Kreuzberg ist ein erster Schritt, um noch mehr junge Stimmen zu mobilisieren.
Unsere neue VeloCore-Plattform vereint mehrere zentrale Stärken: hervorragende Ladezeiten, hohe Datenschutzstandards und eine wartbare, redaktionell skalierbare Architektur. Die Umsetzung durch Daniel Wom schafft damit eine zukunftssichere und qualitativ hochwertige Basis für unser Magazin.
