Barocktage in Berlin: „La Calisto“ und weitere musikalische Höhepunkte im November
In Berlin tut sich was in der Welt der klassischen Musik! Vom 5. bis 21. November gibt es eine ganze Reihe an Veranstaltungen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Besonders hervorzuheben ist die gefeierte Inszenierung von „La Calisto“ an der Staatsoper Unter den Linden. Diese venezianische Barockoper von Francesco Cavalli wird im Rahmen der Barocktage aufgeführt und verspricht, ein echter Leckerbissen für Liebhaber der Opernkultur zu werden.
Die Handlung von „La Calisto“ ist ein spannendes Geflecht aus Verführung und Verwandlung. Die keusche Nymphe Calisto wird von Jupiter in Gestalt Dianas umgarnt—eine Liebe, die in einem dramatischen Konflikt mit Jupiters eifersüchtiger Ehefrau endet. Diese wird zur Bärin verwandelt und findet schließlich ihren Platz am Himmel als Großer Bär. Regisseur Stefan Herheim bringt mit seiner Inszenierung eine Art „barocke Science-Fiction“ auf die Bühne, die sowohl ernste als auch komische Elemente vereint. Die Themen Verkleidung, Erotik und Geschlechtertausch sind ebenfalls Teil der Aufführung, die von Christina Pluhar und ihrem Ensemble L’Arpeggiata musikalisch begleitet wird. Die Premiere findet am 8. November um 18 Uhr statt, gefolgt von weiteren Aufführungen am 13., 15., 18. und 21. November. Die Ticketpreise variieren zwischen 12 und 102 Euro – ein echtes Schnäppchen für so viel Kunst!
Klassik im November: Ein Feuerwerk an Veranstaltungen
Doch das ist noch längst nicht alles! Am 5. November um 19:30 Uhr gibt die Pianistin Yulianna Avdeeva ein Recital im Pierre Boulez Saal. Sie ist die erste Frau seit Martha Argerich, die den renommierten Chopin-Klavierwettbewerb gewonnen hat. Ihre Darbietung umfasst Werke von Pierre Boulez, Maurice Ravel, Dai Fujikura und Chopin. Besonders spannend: Fujikuras „Quiet Offering“ wird hier in deutscher Erstaufführung zu hören sein. Die Tickets kosten zwischen 10 und 55 Euro.
Ein weiteres Highlight ist die Klangwerkstatt für Neue Musik, die vom 6. bis 15. November in Kreuzberg stattfindet. Unter dem Motto „Resonanz“ gibt es Konzerte, Performances und multimediale Formate – auch für Familien und Kinder. Am 6. November wird das Ensemble LUX:NM mit „Von der Vermessung des Schlafes“ das Festival eröffnen. Und am 7. November ist Morton Feldmans vierstündiges Werk „For Philip Guston“ zu hören. Solche Veranstaltungen sind wie kleine Schätze, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Tickets kosten ab 7 Euro, und einige Veranstaltungen sind sogar kostenlos.
Große Namen und große Werke
Am 8. November stehen gleich mehrere namhafte Künstler auf der Bühne. Jörg Widmann, der Klarinettist und Komponist, wird mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Stanislav Kochanovsky seine „Fantasie für Klarinette“ präsentieren. Auch die „Elegie für Klarinette und Orchester“ wird Teil des Programms sein, das mit Rachmaninows 1. Sinfonie abgerundet wird. Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt sind Tickets zwischen 18 und 68 Euro erhältlich.
Gleichzeitig wird in der Philharmonie das Deutsche Symphonie-Orchester unter der Leitung von Dalia Stasevska auf die Bühne treten. Höhepunkt des Abends ist John Luther Adams’ faszinierendes Werk „Become Ocean“. Aber auch Sibelius’ Violinkonzert mit der Solistin Veronika Eberle und Ligetis „Atmosphères“ stehen auf dem Programm. Hier kosten die Tickets zwischen 24 und 70 Euro.
Für Fans von Dmitri Schostakowitsch wird am 10. November im selben Haus das Utopia Orchestra mit Teodor Currentzis aufspielen. Daniel Lozakovich wird Schostakowitschs 1. Violinkonzert zum Besten geben, gefolgt von Igor Strawinskys „Le sacre du printemps“. Die Tickets sind ab 69 Euro erhältlich.
Ein Festival der Kulturen
Und dann ist da noch das West-Eastern Divan Festival, das vom 11. bis 18. November in Berlin stattfindet. Unter der Leitung von Daniel Barenboim, der das West-Eastern Divan Orchestra 1999 ins Leben rief, wird das Festival eine Vielzahl an Veranstaltungen bieten, die Kulturen zusammenbringen. Zum Auftakt dirigiert Barenboim Werke von Beethoven, Wagner und Schubert. Die Tickets für einige Konzerte sind stark nachgefragt, besonders für das Konzert mit Barenboim und Lang Lang am 17. November. Hier sind Restkarten zu erwarten, also besser schnell zuschlagen! Die Preise beginnen bei 25 Euro.
In dieser bunten Mischung aus Oper, Konzert und Festival ist für jeden Geschmack etwas dabei. Also, packt die Ohren ein und freut euch auf einen aufregenden November in Berlin!
