Ein Schock für die Bewohner und Gäste in Berlin-Charlottenburg: Am Dienstagmorgen, genauer gesagt um 7:42 Uhr, brach in einer Shisha-Bar am Kaiserdamm ein Feuer aus. Das mehrstöckige Gebäude, das sich in der Nähe des Sophie-Charlotte-Platzes befindet, wurde schnell zum Schauplatz eines dramatischen Einsatzes der Feuerwehr. Mit mehr als 110 Einsatzkräften rückte diese an, nachdem die Alarmglocken läuteten und Rauch sich rasch bis in den Hausflur ausbreitete.

Drei Menschen erlitten Verletzungen durch Rauchgasvergiftungen und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Über der Bar befinden sich Pflege-Wohngemeinschaften, was die Situation noch brisanter machte. Angesichts der starken Rauchentwicklung und der besonderen Bewohnerstruktur wurde ein „Massenanfall von Verletzten“ ausgerufen. Das bedeutete, dass zusätzliche Rettungsmittel bereitgestellt werden mussten. Der Kaiserdamm war zeitweise in beide Richtungen gesperrt, was die Situation nicht erleichterte.

Feuerwehr im Einsatz

Am Mittag gab die Feuerwehr schließlich Entwarnung: Der Brand war gelöscht, jedoch dauerten die Aufräumarbeiten an. Die Brandursache ist momentan noch unklar, die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zunächst kursierte die Zahl von 21 Verletzten, doch die Feuerwehr stellte schnell klar, dass es nur drei Betroffene gab. Ein kleiner Lichtblick inmitten des Chaos.

Aber wie konnte es überhaupt zu diesem Feuer kommen? In Shisha-Bars besteht immer ein gewisses Risiko, besonders beim Vorglühen der Kohlen. Hierbei kam es in der Vergangenheit zu Unfällen, die durch den Einsatz von Flüssiggas-Kochern oder -Brennern ausgelöst wurden. Bei einem Wechsel der Gasflaschen kann Flüssiggas austreten und sich an glühenden Kohlen entzünden. Das führt zu gefährlichen Verpuffungen und einer raschen Brandausbreitung.

Brandschutzmaßnahmen in Shisha-Bars

Um solchen Risiken entgegenzuwirken, gibt es einige wichtige Hinweise, die Betreiber und Gäste beachten sollten. Elektrische Kohlenanzünder sind eine sichere Alternative, und das Anzünden sollte unbedingt auf einem nicht brennbaren Untergrund erfolgen. Brennbare Materialien haben in der Nähe von Shisha-Stationen nichts verloren. Als Anzündhilfe können Grillanzünder oder vorgeglühte Kohlen genutzt werden – und bitte, das Anzünden von Flüssiggas ins Freie verlegen!

Die Bauaufsicht prüft nun, ob und unter welchen Bedingungen das Gebäude weiterhin bewohnt werden kann. Ein gewisses Unbehagen bleibt zurück, vor allem für die Anwohner und die betroffenen Pflege-Wohngemeinschaften. In einer Stadt, die niemals schläft, bleibt es abzuwarten, wie die Ermittlungen voranschreiten und welche Lehren aus diesem Vorfall gezogen werden.