Die gefährliche Balz der Gottesanbeterinnen im Berliner Zoo
Heute ist der 3.06.2026 und der Berliner Zoo ist wie immer ein Ort voller Überraschungen. Insbesondere im Insektarium gibt es derzeit ein spannendes Spektakel zu beobachten: Die Paarungszeit der Gottesanbeterinnen. Hier nimmt sich Tierpfleger Heimo Sonntag viel Zeit für die Prozedur. Man könnte sagen, dass es sich hierbei um eine sehr gefährliche Angelegenheit handelt. Das Weibchen, ausgestattet mit scharfen Zähnen und gefährlichen Krallen, ist trotz ihrer zarten Erscheinung kein Kind von Traurigkeit. Es kann die menschliche Haut problemlos durchdringen, was das Vorgehen nicht nur spannend, sondern auch mit einem gewissen Risiko verbunden macht. Das Männchen, das mutig genug ist, sich dem Weibchen zu nähern, muss ständig auf der Hut sein – es könnte schnurstracks auf dem Speiseplan der Dame landen. Komisch, oder? Die Natur hat ihre eigenen Regeln!
Wissenschaftler sind seit dem 19. Jahrhundert von diesem Paarungsverhalten fasziniert. Sie interessieren sich nicht nur für die Paarung in freier Wildbahn, sondern auch für die verschiedenen Monate und Tage, an denen diese stattfindet. Spannenderweise paart sich eine erwachsene Gottesanbeterin oft innerhalb der ersten Woche nach ihrer Eklosion – ein biologischer Prozess, bei dem sich die Nymphe in einen ausgewachsenen Zustand verwandelt. Wenn man bedenkt, dass das Weibchen von S. carolina fast fünfmal nach Erreichen des Erwachsenenalters kopuliert, wird klar, dass es hier um mehr als nur einen schnellen Flirt geht!
Einblicke ins Tierleben
Doch nicht nur die Gottesanbeterinnen sorgen für Aufregung im Zoo. Im Tierpark hat sich das Giraffenkind Jule zu einem kleinen Star entwickelt. Tierpfleger Enrico Rödiger und die kleine Jule sind mittlerweile ein eingespieltes Team, das sich perfekt versteht. Jule wird weiterhin mit der Flasche gefüttert, während ihre Mutter, die Giraffe Jette, im Stall warten muss. Interessanterweise zeigt Jette, obwohl sie nicht säugt, einen ganz normalen Beschützerinstinkt – wie eine Mutter eben so ist!
Und dann gibt es da noch die Wasserschweine, die ein bisschen Drama in die tierische Gemeinschaft bringen. Elena und Lucia, beide hochtragend, scheinen momentan nicht gut aufeinander zu sprechen. Felipe, das Männchen, hat sich in beide Weibchen verguckt, was die Situation nur noch komplizierter macht. Reviertierpfleger Christian Möller hat alle Hände voll zu tun, um den beiden streitenden Schweinen Herr zu werden. Man fragt sich, wie das wohl enden wird – vielleicht mit einer friedlichen Einigung oder einem handfesten Streit?
Die Geheimnisse der Gottesanbeterinnen
Zurück zu den Gottesanbeterinnen: Sie haben eine ganz besondere Art der Kommunikation entwickelt. Während der Paarung nutzen sie visuelle, chemische und mechanische Signale. Die Weibchen setzen Pheromone frei, um die Männchen aus bis zu 100 Metern Entfernung anzulocken. Das ist doch wirklich beeindruckend, oder? Selbst flugunfähige Weibchen sind in der Lage, Pheromone auszustossen, um einen Partner zu finden. Die Hauptpaarungszeit für viele Arten liegt zwischen 12:00 und 18:00 Uhr – ein guter Grund, um zur Mittagszeit einen Blick ins Insektarium zu werfen!
In den gemäßigten Lebensräumen findet die Paarung zwischen August und November statt, während die Eier überwintern und im April und Juni des folgenden Jahres schlüpfen. Eine faszinierende Fortpflanzungsstrategie, die die Überlebensfähigkeit dieser einzigartigen Kreaturen sichert. Und während wir hier in Berlin die kleinen Wunder der Natur beobachten, wird einem bewusst, wie vielschichtig und spannend das Leben im Zoo ist – ein Ort, der niemals stillsteht und stets Neues zu bieten hat.
