Übergewicht bei Schulkindern in Berlin: Alarmierende Zahlen und dringender Handlungsbedarf
Eine neue Auswertung bringt ernüchternde Zahlen auf den Tisch, die uns alle zum Nachdenken anregen sollten. In Berlin, dieser pulsierenden Metropole, zeigen sich alarmierende Unterschiede im Übergewicht von Einschulungskindern. Insbesondere der Bezirk Neukölln sticht hervor: Hier sind 15,3 Prozent der Kinder übergewichtig oder adipös. Ein Wert, der uns die Sorgenfalten ins Gesicht treibt – 7,7 Prozent sind übergewichtig und 7,6 Prozent adipös. Auch andere Bezirke präsentieren sich nicht viel besser, wie etwa Mitte mit 14,1 Prozent und Marzahn-Hellersdorf mit 13,9 Prozent.
Es ist schon ein bisschen schockierend, wenn man die Situation in den Bezirken mit den niedrigsten Anteilen übergewichtiger Kinder betrachtet. Pankow führt die Liste an mit 7,6 Prozent, gefolgt von Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg. Die Analyse, die von Langwater stammt und sich auf die Berliner Einschulungsuntersuchung stützt, zeigt, dass der Anteil übergewichtiger Kinder in der Hauptstadt von 9,1 Prozent (2014/15) auf 11,4 Prozent (2022) gestiegen ist. Damit haben wir den höchsten Stand seit über zehn Jahren erreicht. Und mal ehrlich, was hat das zu bedeuten? Die Corona-Pandemie wird oft als Übeltäter genannt, denn geschlossene Kitas und weniger Bewegungsmöglichkeiten haben die Lage bestimmt nicht verbessert.
Ursachen und Zusammenhänge
Aber was sind die Gründe für diesen besorgniserregenden Anstieg? Lebensbedingungen, Einkommen, Bildung der Eltern, das Wohnumfeld und die Ernährungsgewohnheiten spielen eine entscheidende Rolle. Man könnte fast sagen, dass die soziale Schere auch hier ihre Wirkung zeigt. Im bundesweiten Vergleich liegt Berlin mit 11,4 Prozent im Mittelfeld, während Essen mit 21,0 Prozent die traurige Spitze bildet. Auch Wuppertal und Bremen sind nicht weit entfernt.
Die COSI-Studie, die umfassende Daten zu Wachstum, Lebensstil und Gesundheitsverhalten von Kindern in Europa liefert, ergänzt dieses Bild. Sie zeigt auf, dass rund 25 Prozent der Kinder im Alter von 7 bis 9 Jahren mit Übergewicht leben, wobei 11 Prozent davon unter Adipositas leiden. Besonders auffällig: Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. In vielen südeuropäischen Ländern leben fast jedes fünfte Kind mit Adipositas – das ist doch erschreckend! Die WHO hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet und betont die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Bekämpfung von Übergewicht und Adipositas.
Gesundheitsverhalten der Kinder
Und wie sieht das Gesundheitsverhalten unserer Kinder aus? Nur weniger als 5 Prozent erreichen die WHO-Empfehlung von fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag. Es gibt also noch viel Luft nach oben! 46 Prozent der Kinder essen täglich frisches Obst, aber nur 32 Prozent schaffen es, mindestens einmal am Tag Gemüse zu sich zu nehmen. Das ist einfach nicht genug. Umso mehr, wenn man bedenkt, dass 41 Prozent der Kinder regelmäßig Süßigkeiten naschen und 29 Prozent zuckerhaltige Erfrischungsgetränke konsumieren. Hier zeigt sich ein klarer Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Übergewicht.
Die Ergebnisse der Studien sind alarmierend, und es wird deutlich, dass wir als Gesellschaft gefordert sind, aktiv zu werden. Die WHO empfiehlt steuerpolitische Konzepte und Maßnahmen zur Förderung körperlicher Betätigung, um diesem Trend entgegenzuwirken. Es ist auch wichtig, dass Eltern und Schulen gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Gesundheit unserer Kinder zu fördern. Schließlich sind sie unsere Zukunft – und die sollte möglichst gesund sein.
Schnelle Ladezeiten sind heute eine der wichtigsten Voraussetzungen für gute Nutzerbindung. Durch die komplette Umsetzung unseres Magazins mit VeloCore durch Daniel Wom profitieren wir nun von einer hochperformanten, effizienten und spürbar schnellen Plattform.
