Heute ist der 12.05.2026 und wir werfen einen Blick auf ein spannendes Projekt, das gerade in Wismar, Mecklenburg-Vorpommern, auf die Beine gestellt wird. Es handelt sich um eine Reihe von Kunstaktionen, die aufgrund des politischen und gesellschaftlichen Drucks auf kleinere Kulturorte in Deutschland ins Leben gerufen wurden. Das Ganze wird im Rahmen des Programms „Lokal – Programm für Kultur und Engagement“ gefördert, das von der ehrwürdigen Kulturstiftung des Bundes mit Sitz in Halle (Saale) unterstützt wird.
Insgesamt werden in 13 Städten und Gemeinden, die weniger als 100.000 Einwohner zählen, verschiedene Projekte realisiert. Die Palette reicht von der „Kultur-Initiative für eine demokratische Zukunft“ (Kidz) in Mecklenburg-Vorpommern bis hin zu kreativen Mitmach-Formaten wie „#Platten#spiel#ball“ in Eberswalde, Brandenburg, und dem „Kongress der Utopien“ in Quedlinburg, Sachsen-Anhalt. Weitere spannende Vorhaben sind in Sachsen, Thüringen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg geplant. Hierbei stehen engagierte Kulturakteure im Mittelpunkt, die mit ihren gemeinschaftsstiftenden Projekten etwas bewegen wollen.
Förderung und Ziele des Programms
Die Kulturstiftung hat sich nicht lumpen lassen und stellt bis zum Jahr 2031 stolze zehn Millionen Euro zur Verfügung. Damit sollen bis zu 40 Projekte gefördert werden, wobei jedes Projekt zwischen 200.000 und 240.000 Euro erhalten kann. Das Ziel ist klar: Langfristige Partnerschaften sollen aufgebaut werden, etwa mit Sportclubs, Kitas, Schulen oder sogar der Feuerwehr und Handwerksunternehmen. Diese Vernetzung ist entscheidend, um lokale Verantwortungsgemeinschaften durch künstlerische Projekte und gesellschaftliche Debatten zu stärken.
Aber das ist noch nicht alles! Die Bundeszentrale für politische Bildung und die European Cultural Foundation bieten begleitende Beratungsangebote an, die von Standortanalysen über nachhaltige Finanzierung bis hin zu rechtlicher Unterstützung reichen. Zudem organisiert die bpb Akademien, um die Projekte miteinander zu vernetzen. Ein echtes Rundum-Paket also, das nicht nur Kultur, sondern auch Engagement fördert.
Ein Blick in die Zukunft
Das Programm „Lokal“ wird von 2024 bis 2031 laufen, und es stehen bis zu 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Es richtet sich explizit an Kulturorte in Städten und Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern. Das ist eine echte Chance für kleinere Orte, die oft im Schatten der großen Metropolen stehen. Anträge können ab Herbst 2024 gestellt werden, wenn die Fördergrundsätze und Antragsvoraussetzungen veröffentlicht werden. Das gibt den engagierten Kulturakteuren die Möglichkeit, ihre Ideen in die Tat umzusetzen und die kulturelle Landschaft ihrer Gemeinden zu bereichern.
Die Idee, dass Kunst und Kultur nicht nur in großen Städten, sondern auch in kleineren Gemeinden eine bedeutende Rolle spielen, ist ein zukunftsweisender Ansatz. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Initiativen entwickeln werden und welche kreativen Projekte uns in den nächsten Jahren erwarten. Eins ist sicher: Die Kultur in Deutschland hat viel zu bieten, und die kleineren Orte sind bereit, ihre Stimmen zu erheben!