In den letzten Tagen hat sich an der Technischen Universität Berlin (TU) einiges getan, das für Studierende und Forschende nicht gerade erfreulich ist. Am 9. Mai wurde das Hauptgebäude der TU aufgrund von baulichen Auffälligkeiten geschlossen. Ein Monat später, also am Freitagabend, folgte die Universitätsbibliothek – und das bis mindestens zum 12. Juni. Der Grund? Eine defekte Zylinderkopfdichtung in einer Netzersatzanlage, die für die Stromversorgung sicherheitsrelevanter Anlagen zuständig ist. Bei einer Überprüfung durch Sachverständige wurde dieser Schaden entdeckt, und das Gebäude muss nun aus Sicherheitsgründen dicht bleiben.

Die Schließung der Bibliothek trifft viele hart. Rund 350 Lehrveranstaltungen pro Woche mussten in andere Räume verlegt oder sogar digital durchgeführt werden. Das ist schon eine massive Umstellung im Studienalltag. Die Präsidentin der TU, Prof. Dr. Fatma Deniz, hat mittlerweile einen Krisenstab einberufen und Maßnahmen zur schnellen Behebung des Problems eingeleitet. Eine Reparatur der defekten Anlage ist bereits beauftragt, doch wann die Bibliothek und das Hauptgebäude wieder öffnen, bleibt ungewiss – Deniz äußerte, dass eine Öffnung bis zum Sommersemester nicht möglich sein wird. Das ist für viele Studierende und Forschende eine große Einschränkung.

Die Bedeutung der Bibliothek

Die Universitätsbibliothek der TU Berlin ist nicht nur ein Ort zum Lernen, sondern auch ein wichtiger Rückzugsort für viele. Sie beherbergt eine riesige Sammlung von 462.000 Bänden und ist seit 2004 in der Volkswagen-Universitätsbibliothek untergebracht. Diese Bibliothek wurde im Jahr 2022 sogar vom Deutschen Bibliotheksverband zur „Bibliothek des Jahres“ gewählt – eine Auszeichnung, die das Engagement und die Qualität der Bibliotheksarbeit würdigt. Für Studierende und Forschende, die auf diese Ressourcen angewiesen sind, wird die vorübergehende Schließung zur echten Herausforderung.

Um solche Probleme in der Zukunft zu vermeiden, hat die TU eine neue „Planungs-Taskforce Brandschutz“ ins Leben gerufen. Diese prüft stufenweise alle Gebäude der TU auf Mängel und entwickelt Strategien zur Behebung. In Deutschland gibt es insgesamt 211 (Fach)Hochschulen ohne Promotionsrecht, die sich oft auf praxisbezogene Lehre konzentrieren. Die Fachhochschulbibliotheken sind dabei häufig kleiner, doch die der TU Berlin sticht durch ihre Größe und ihren Bestand hervor.

Kommt man aus einem der anderen Hochschulstandorte, wird man schnell feststellen, wie wichtig diese Institutionen für die akademische Landschaft in Deutschland sind. Viele Fachhochschulen, die in den 1970er-Jahren entstanden sind, haben sich aus Ingenieurschulen und anderen spezialisierten Einrichtungen entwickelt. Es ist spannend zu sehen, wie sich die Hochschullandschaft kontinuierlich verändert und anpasst. Aber wie gesagt – das alles hilft nichts, wenn die Bibliothek, die so viele Studierende unterstützt, geschlossen bleiben muss.

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Ehrlich gesagt, es bleibt zu hoffen, dass die TU Berlin schnellstmöglich wieder zu ihrem gewohnten Betrieb zurückkehren kann. Bis dahin müssen wir alle auf die Geduld und das Durchhaltevermögen der Studierenden setzen. Wer weiß, vielleicht wird ja auch das digitale Lernen in dieser Zeit zum neuen Trend…