Die Grillwiese im Görlitzer Park, einem beliebten Treffpunkt für Grillfreunde und Picknickliebhaber in Berlin-Kreuzberg, bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Der Grund? Ein heftiger Befall mit dem Eichenprozessionsspinner, der nicht nur die gesellige Atmosphäre stört, sondern auch eine ernsthafte Gesundheitsgefahr für Menschen und Tiere darstellt. Die kleinen fiesen Raupen und ihre Nester können, so das Bezirksamt, zu unangenehmen Beschwerden führen, die man sich besser nicht einfangen möchte.

Ein Aufruf zur Vorsicht: Es wird dringend davon abgeraten, die Raupen oder ihre Nester zu berühren und sich in der Nähe der befallenen Bäume aufzuhalten. Diesen Sommer ist der Befall stärker als im Jahr 2025 – und das will was heißen! In anderen Bezirken, wie Charlottenburg-Wilmersdorf, sind ebenfalls Sportanlagen, darunter das Mommsenstadion, betroffen. Man könnte meinen, der Eichenprozessionsspinner hat seine eigene kleine Invasion gestartet.

Gesundheitsrisiken und Vorsichtsmaßnahmen

Der Eichenprozessionsspinner mag als Nachtfalter harmlos erscheinen, doch seine Raupen tragen fiese Brennhaare, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten. Diese Härchen sind winzig, zwischen 0,1 und 0,3 Millimeter lang, und können beim Kontakt schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursachen. Hautreizungen, Augenentzündungen und Atemwegsbeschwerden sind nur einige der unangenehmen Begleiterscheinungen. Wer denkt, „ach, das wird schon gehen“, könnte sich schnell in einem Juckreiz-Alptraum wiederfinden. Raupendermatitis – ein Wort, das wir uns besser merken sollten!

Das Bezirksamt hat Fachfirmen beauftragt, die Grillwiese in den Griff zu bekommen, aber die Sperrung bleibt bestehen, bis die Gesundheitsgefahr beseitigt ist. Die Situation ist ernst: Es gibt ein hohes Aufkommen an gemeldeten Nestern, und nicht alle können zeitnah entfernt werden. Das alles, während wir uns nach der Rückkehr zu einem gemütlichen Nachmittag am Grill sehnen.

Was tun bei einem Befall?

In Spandau gibt es ähnliche Probleme, und der Stadtrat hat nun Unterstützung von den Landesbehörden gefordert. Ein Info-Bus am U-Bahnhof Halemweg informiert Passanten über die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners. Wenn du einen Befall bemerkst, kannst du Sichtungen von Nester oder Raupen an eine spezielle E-Mail-Adresse melden. Wichtig ist, alte Nester nicht zu berühren. Auch wenn die Schmetterlinge selbst harmlos sind, sollte man den Kontakt mit den Brennhaaren unbedingt vermeiden. Wer einmal mit diesen fiesen Härchen in Berührung kommt, wird sich vielleicht an den unangenehmen Juckreiz und die Rötungen erinnern.

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Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners unterliegt verschiedenen Regelungen. Bei der Bekämpfung zum Schutz der menschlichen Gesundheit kommen Biozid-Verordnungen zum Tragen, während der Schutz der Eichen durch Pflanzenschutzmittel-Verordnungen geregelt ist. Das Umweltbundesamt empfiehlt, betroffene Gebiete zu meiden und sich über lokale Presse und Hinweisschilder zu informieren.

Mechanische oder thermische Bekämpfungsmethoden sind dabei die sichersten und sollten von Profis durchgeführt werden. Ungeschütztes Abflammen oder das Fällen von Bäumen wird nicht empfohlen, da die Brennhaare unkontrolliert verteilt werden könnten. Wer sich in der Nähe von befallenen Eichen aufhält, sollte immer mit Gifthaaren rechnen und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen. Im Zweifel ist es besser, einfach Abstand zu halten und die Natur in sicherer Entfernung zu genießen.

Wir müssen also geduldig sein und hoffen, dass die Situation bald besser wird. Bis dahin bleibt uns nur, die Grillwiese im Görlitzer Park zu meiden und uns nach anderen schönen Plätzen in Berlin umzusehen, die vielleicht noch nicht von diesen kleinen Ungeheuern heimgesucht wurden.