In einem kleinen, aber bemerkenswerten Teil Brandenburgs, da wo die Uckermark aufblüht, hat sich ein junger Mann dazu entschlossen, das Ruder in die Hand zu nehmen. Luca Piwodda, gerade einmal 24 Jahre alt, ist Bürgermeister der Stadt Gartz (Oder) geworden. Kaum zu glauben, dass so viel Verantwortung auf so jungen Schultern lastet! Gartz, eine Stadt mit etwa 2.300 Einwohnern, hat eine bewegte Geschichte hinter sich – Abwanderung, Leerstand und eine spärliche kulturelle Landschaft haben die einst blühende Stadt stark geprägt. Doch Piwodda, einer der jüngsten Bürgermeister Deutschlands, ist kein Mann der leeren Worte. Er hat sich nicht nur als gefragter Interviewpartner etabliert, sondern auch als Motor für Veränderung.

Die Herausforderungen sind gewaltig. Ehrenamtliche Bürger packen tatkräftig an, pflegen Grünflächen, reparieren Bänke und sorgen dafür, dass Spielplätze wieder zugänglich sind. Es ist ein Zeichen des Zusammenhalts, das auch Piwodda fördert. Zusammen mit der Kulturallianz, die er mit ins Leben gerufen hat, organisiert er kulturelle Veranstaltungen, Kaffeeklatsche, Kinderdiscos und Picknicks im Rathaus. Sein integrativer Ansatz in der Politik ist bemerkenswert. Er möchte die Parteipolitik vor der Rathaustür lassen und verfolgt das Prinzip, dass die beste Idee sich durchsetzen soll – unabhängig von der politischen Herkunft. Das ist, ehrlich gesagt, erfrischend! Besonders in Zeiten, in denen die AfD in der Stadtverordnetenversammlung die meisten Sitze hat. Piwodda strebt pragmatische Zusammenarbeit an, nicht um die AfD zu besiegen, sondern um konkret für die Gartzer zu arbeiten.

Engagement für die Zukunft

Der Wind der Veränderung weht, und Piwodda lässt sich nicht aufhalten. Er fördert Bürgerbeteiligung, möchte den Tourismus ankurbeln und setzt auf erneuerbare Energien. Geplante Projekte wie die Umgestaltung der Oderpromenade oder der digitale Stadtrundgang zeigen seine Vision für eine zukunftsfähige Stadt. Aber die wirtschaftlichen Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Im Vergleich zu Polen sind die Rahmenbedingungen für viele hierzulande einfach nicht mehr attraktiv. Das belastet die Region, und besonders die Abwanderung junger Menschen ist ein Thema, das Piwodda am Herzen liegt. Denn sie sind die Zukunft!

Die Uckermark selbst steht vor großen Herausforderungen. Die Ungewissheit über die wirtschaftliche Zukunft, etwa durch die PCK-Krise, und die strukturellen Schwächen sind da. Junge Menschen werden oft nicht in die Lösung dieser Probleme einbezogen. Deshalb hat Piwodda das parteiübergreifende Bündnis „Junge Uckermark“ mitgegründet – mit dem Ziel, jungen Menschen eine starke Stimme zu geben. Kulturvereine, Jugendclubs und viele weitere Akteure arbeiten zusammen, um ideologiefrei und lösungsorientiert zu arbeiten. Es braucht frische Ideen und den Elan der Jugend, um Gartz und die gesamte Uckermark zu revitalisieren.

Jugendbeteiligung und Demokratie

Die Realität in Deutschland zeigt, dass viele Jugendliche eine pessimistische Sicht auf ihre Zukunft haben. Sie verlieren das Vertrauen in die Demokratie und fühlen sich oft nicht gehört. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung fördert seit Jahren das Programm „Jugend entscheidet“, um die Einbindung junger Menschen in die Kommunalpolitik zu stärken. Dieses Programm hat im Jahr 2024 zehn neue Städte und Gemeinden aufgenommen, die bereit sind, mindestens eine lokalpolitische Entscheidung an Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren abzugeben. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung! Bürgermeister aus verschiedenen Kommunen haben sich sogar in einem offenen Brief an die Bundesregierung für bessere Rahmenbedingungen ausgesprochen. Es ist höchste Zeit, dass junge Menschen in die politische Gestaltung ihrer Zukunft einbezogen werden. Schließlich sind sie es, die irgendwann die Verantwortung tragen werden.

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In Gartz wird also nicht nur an der Gegenwart gearbeitet, sondern auch an der Zukunft. Luca Piwodda und seine Mitstreiter haben eine klare Vision, und die Menschen in der Stadt sind bereit, mit ihm diesen Weg zu gehen. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich Gartz unter seiner Leitung entwickeln wird. Ein bisschen Hoffnung und viel Mut – das ist genau das, was die Stadt jetzt braucht.