Ilka Bessin: Zwischen Lachen und Selbstliebe – Ein Blick auf die menschliche Seite der Komikerin
Heute ist der 2.06.2026, und während ich durch die Straßen von Charlottenburg-Wilmersdorf schlendere, denke ich an Ilka Bessin. Die Komikerin, die uns mit ihrer Kunstfigur Cindy aus Marzahn zum Lachen bringt, hat kürzlich ein paar Gedanken zur Selbstliebe geteilt, die mich einfach nicht loslassen. Sie spricht darüber, dass wir nicht jeden Tag großartig fühlen müssen. „Manchmal brauche ich auch eine Pause von mir“, sagt sie. Das klingt so wahr und so menschlich. Und ich kann mir gut vorstellen, dass viele von uns sich in diesen Worten wiederfinden.
Bessin, in der DDR geboren und aufgewachsen, hat ihren fairen Anteil an Herausforderungen erlebt. Die ständigen Kritikpunkte – sei es wegen ihres Dialekts, ihres Körpers oder Geschlechts – haben sie geprägt. Manchmal, wenn wir über Selbstliebe sprechen, vergessen wir, dass das Akzeptieren von schlechten Tagen ein Teil davon ist. „Ich möchte meine negativen Gefühle nicht auf andere übertragen“, erklärt sie. Und wie macht sie das? Mit einem guten Stück Eis oder einem saftigen Karottenkuchen, manchmal auch mit einer ordentlichen Portion Schlaf oder einfach mal einem guten Weinen. Das klingt nach einem gesunden Umgang mit dem, was das Leben uns so zuspielt.
Ein Blick hinter die Kulissen
Doch Bessin ist nicht nur die fröhliche Cindy, die das Publikum zum Lachen bringt. Sie ist auch eine reflektierte Person, die im Laufe ihrer Karriere festgestellt hat, dass sie manchmal „die Bodenhaftung verloren“ hat. Das gibt zu denken. Es gibt Momente, in denen sie sich sogar wie „Gott“ fühlte. Das klingt nach einer spannenden, aber auch herausfordernden Reise. Wenn ich mir vorstelle, wie sie in einem Lieblingscafé in Berlin-Wilmersdorf sitzt – ein bewusster Ort für ein Interview, nicht ihr Wohnzimmer – dann wird mir klar, dass auch die kleinen Entscheidungen eine Rolle spielen, wie wir uns selbst wahrnehmen.
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Ilka bei Unstimmigkeiten ihr Umfeld ausschließt. Vielleicht ist das eine Art, sich selbst zu schützen oder einfach zu sagen: „Das passt mir nicht.“ Wenn eine Frage kommt, die ihr nicht gefällt, kann es sein, dass sie sich zurückzieht. Das könnte man als eine Art Selbstschutz interpretieren. In einer Welt, die oft so laut ist, ist es vielleicht auch wichtig, mal für sich zu sein. Nach dem Tod ihres Vaters vor sieben Jahren hat sie gelernt, das zu tun, was ihr Freude bereitet. Ihr Vater hat sie mit einem Satz geprägt: „Mach‘ aus Scheiße Bonbons.“ Ein schöner Gedanke, oder? Das ist eine Einladung, aus den Herausforderungen des Lebens etwas Positives zu schöpfen.
Ilka Bessin ist mehr als nur eine Komikerin. Sie ist ein Mensch, der an seinen Schwächen arbeitet und gleichzeitig die kleinen Freuden des Lebens schätzt. Wenn wir uns ein Stück weit von ihrer Perspektive inspirieren lassen, könnte das vielleicht auch unser eigenes Verhältnis zur Selbstliebe und zu den Herausforderungen des Alltags verändern. Und das ist doch eine ganz wunderbare Idee.
