Heute ist der 8.05.2026, und während das Frühjahr in Berlin langsam Fahrt aufnimmt, gibt es ein Thema, das viele Radfahrer hier in Spandau umtreibt: Fahrraddiebstähle. Wer hätte gedacht, dass die Zahlen so aufschlussreich sind? Im Jahr 2022 wurden in unserem Bezirk Spandau fast 500 Fahrräder als gestohlen gemeldet. Das klingt zunächst viel, aber im Vergleich zu anderen Bezirken ist das ein erfreuliches Detail. Die Polizei hat auf Anfrage der Grünen im Abgeordnetenhaus mitgeteilt, dass Spandau die niedrigste Zahl an Fahrraddiebstählen in ganz Berlin aufweist. Zum Vergleich: In Charlottenburg-Wilmersdorf wurden fast 2000 Räder geklaut und in Berlin-Mitte sogar satte 4000!
Doch wo genau sind die Hotspots für Fahrraddiebstähle in Spandau? Eine kurze Übersicht zeigt, dass es einige Orte gibt, an denen Radfahrer besonders vorsichtig sein sollten. Die fünf Brennpunkte sind:
- Altstadt Spandau (75 Diebstähle)
- Bahnhof Spandau (58 Diebstähle)
- Siemensdamm (34 Diebstähle)
- Gartenfelder Straße/Haselhorst (29 Diebstähle)
- Neustadt/Kurstraße (18 Diebstähle)
Insbesondere der Bahnhof Spandau scheint ein Problem zu sein. Hier gibt es seit Jahren Schwierigkeiten mit abgestellten Fahrrädern, und der Bau eines Fahrradparkhauses kommt einfach nicht voran, weil die Bahn das Grundstück benötigt. Es ist zum Verzweifeln!
Sicherheitsmaßnahmen und Prävention
<pEinen kleinen Lichtblick gibt es jedoch: Die Polizei Berlin bietet einen kostenfreien Service zur Fahrradkennzeichnung an. Diese Maßnahme ist nicht nur clever, sondern kann auch helfen, gestohlene Fahrräder schneller wiederzufinden. Mit einem individuell nummerierten, witterungsbeständigen Aufkleber werden Fahrräder und Fahrradanhänger markiert. Die Aufkleber sind so gestaltet, dass sie nicht einfach abgelöst werden können – ein cleverer Schachzug! Bei einem Manipulationsversuch wird der Aufkleber zerstört, was die Diebe abschrecken könnte. Daten wie Hersteller, Farbe und individuelle Nummern werden in einer Datei gespeichert, auf die die Polizei Zugriff hat. Im Falle eines Diebstahls kann das Fahrrad bei Wiederauffinden leicht zugeordnet werden.
Doch was tun, wenn das eigene Rad trotz aller Vorsichtsmaßnahmen gestohlen wird? Besonders Besitzer von hochwertigen Fahrrädern oder E-Bikes sollten in Erwägung ziehen, eine spezielle Fahrradversicherung abzuschließen. Diese bietet mehr Schutz als die herkömmliche Hausratversicherung. Bei einem Diebstahl kann die Entschädigung höher ausfallen als bei der Hausratversicherung. Die Versicherungssummen sind in der Regel auch großzügiger. Dabei sollte man sich zwischen einer Erstattung im Rahmen des Neuwerts oder des Zeitwerts entscheiden. Die Neuwert-Erstattung ermöglicht den Kauf eines gleichwertigen neuen Rads – das klingt doch verlockend!
In Anbetracht der aktuellen Situation in Spandau und der Zahlen, die immer wieder auf das Problem hinweisen, bleibt zu hoffen, dass die neuen Pläne für sichere Stellplätze bald Realität werden. Schließlich will niemand mit dem mulmigen Gefühl, sein Fahrrad an einem unsicheren Ort abzustellen, durch die Stadt fahren. Radfahren soll schließlich Spaß machen und nicht von ständigen Sorgen um den eigenen Drahtesel begleitet werden!