Die Technische Universität Berlin (TU) hat es wieder getroffen. Ein weiteres Gebäude, das für Bergbau und Hüttenwesen am Ernst-Reuter-Platz in Charlottenburg, wird auf unbestimmte Zeit gesperrt. Ja, das ist schon die dritte Schließung in nicht mal zwei Monaten. Die Ursache? Ein Mangel an der Sprühnebel-Löschanlage, der von externen Prüfern festgestellt wurde. Das ist natürlich ein echter Schock für die Studierenden, die kürzlich per E-Mail über den unzureichenden Brandschutz informiert wurden. Ohne funktionierende Löschanlagen ist der Brandschutz ein bisschen wie ein Auto ohne Räder – einfach nicht nutzbar!

Die betroffenen Räume sind mehrere Hörsäle und Seminarräume, die ab sofort nicht mehr genutzt werden dürfen. Die Frage, wann die Reparaturen beginnen und wie lange sie dauern werden, bleibt vorerst unbeantwortet. Ein bisschen wie Warten auf den Bus, der nie kommt. Bereits Anfang Mai wurde das Hauptgebäude der TU an der Straße des 17. Juni geschlossen, ebenfalls wegen „erheblicher baulicher Mängel“. Das ist nicht gerade ein gutes Zeichen für die Berliner Hochschulen, die sich ohnehin in einem Sanierungsstau befinden. Lehrveranstaltungen im Hauptgebäude? Ja, die fallen entweder ganz aus oder werden digital durchgeführt.

Ein Blick auf die Bibliothek und die finanziellen Herausforderungen

Und als ob das nicht genug wäre, musste auch die gemeinsame Universitätsbibliothek der TU und der Universität der Künste Anfang Juni wegen eines Defekts an der Notstromanlage vorübergehend schließen. Glücklicherweise konnte die Bibliothek nach rund einer Woche wieder öffnen, aber der kurze Ausfall hat dennoch viele Studierende aufgeschreckt. Im Hintergrund schwirren Informationen über die Sanierungskosten, die für die Berliner Hochschulen auf etwa acht Milliarden Euro geschätzt wurden – und das ist nur der Anfang, denn die Baukosten steigen weiter. Wer hätte gedacht, dass das Lernen in Berlin so teuer werden könnte?

Die Probleme mit der Infrastruktur betreffen nicht nur die TU Berlin. Auch andere Berliner Hochschulen müssen sich mit den Herausforderungen alter Gebäude und drängenden Sanierungsbedarfen auseinandersetzen. Der Präsident der Freien Universität Berlin hat bereits alarmierend betont, dass eine immense Summe benötigt wird, um die Gebäude auf den aktuellen Stand zu bringen. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen bald die richtigen Schritte unternehmen, um die Situation zu verbessern.