Heute ist der 7.06.2026 und Berlin ist in Bewegung. Die Stadt, die niemals stillsteht, hat mal wieder einen großen Schritt in Sachen Wohnungsbau gemacht. Der Berliner Senat und gleich sieben landeseigene Wohnungsbaugesellschaften haben die sogenannte „Roadmap 2.0“ unterzeichnet. Was das alles bedeutet? Kurz gesagt: Die Pläne sehen vor, den Bestand an städtischen Wohnungen bis 2035 von etwa 408.000 auf 465.000 Einheiten zu steigern. Das sind stolze 56.000 neue Wohnungen, die dringend gebraucht werden!

Der Bausenator Christian Gaebler (SPD) hat sich optimistisch geäußert und prognostiziert, dass bis 2026 zwischen 6.000 und 6.500 Wohnungen durch landeseigene Unternehmen fertiggestellt werden. Im Jahr 2025 wurden bereits 5.000 Wohnungen von städtischen Gesellschaften gebaut, was etwa 45 % des gesamten Berliner Neubaus von 11.027 Einheiten ausmacht. Da kann man nur sagen: Weiter so!

Großprojekte und Herausforderungen

Die Stadt hat auch einige Großprojekte in den Startlöchern. Ein besonders spannendes Vorhaben ist der Bau des Projekts „HMS 51“ in Friedrichshain. Dort entstehen 375 Mikroappartements – der Baubeginn steht für Mai an. Und dann wäre da noch ein Quartier in Lichterfelde Süd mit 2.700 Wohneinheiten, wo der erste Bauantrag im Herbst erwartet wird. Das Tempelhofer Feld wird ebenfalls für rund 21.400 Wohnungen erschlossen. Klingt nach einer Menge, aber es gibt auch Herausforderungen. Hohe Baukosten sind ein ständiger Begleiter. Zum Beispiel: Das Projekt Gartenfeld der Gewobag hat Realisierungskosten von etwa 5.300 Euro pro Quadratmeter. Um die Nettokaltmiete von 15 Euro zu decken, wären eigentlich 21 Euro nötig. Da fragt man sich schon, wie das alles machbar ist.

Um den mittleren Einkommen etwas Luft zu verschaffen, wurde ein neues Modell namens „WBS 220“ eingeführt. Damit soll die Nettokaltmiete auf 11,50 Euro pro Quadratmeter gesenkt werden, was für Einpersonenhaushalte mit einer Einkommensgrenze von 26.400 Euro Bruttojahresverdienst einen echten Unterschied machen kann. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, ohne Zweifel.

Politische Reaktionen und Ausblick

Natürlich bleibt die politische Reaktion nicht aus. Der regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat die Bedeutung des kommunalen Bestands für die Stabilität des Mietmarktes betont. Gleichzeitig gibt es aber auch kritische Stimmen, wie die von Niklas Schenker (Die Linke), der die Neubau-Strategie als unzureichend bezeichnet. Ein Punkt, der sicher noch für Diskussionen sorgen wird.

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Und während Berlin an seinem Wohnungsproblem arbeitet, gibt es auch Neuigkeiten aus der Immobilienbranche. Die Hypothekenzinsen, die seit November 2023 auf einem Höchststand waren, zeigen Anzeichen einer Verbesserung. Senkungen des Leitzinses durch die Europäische Zentralbank könnten bald konjunkturelle Impulse setzen. Das klingt vielversprechend! Ein Anstieg der neu abgeschlossenen Hypothekendarlehen seit April 2024 könnte den Wohnungsbau zusätzlich ankurbeln. Im ersten Quartal 2025 gab es einen Anstieg der Baugenehmigungen um 3,4 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. So könnte der Wohnungsbau im Jahr 2024 bei etwa 250.000 Fertigstellungen liegen.

Der gesamte Bestand an Sozialmietwohnungen in Deutschland wird bis Ende 2024 auf etwa 1,05 Millionen geschätzt. Gerade in Zeiten, in denen 1,9 Millionen Wohnungen bundesweit leerstehen, ist es wichtig, dass die Bundesregierung durch verschiedene Maßnahmen bezahlbares Wohnen unterstützt. Mit einem Budget von 21,65 Milliarden Euro für den Zeitraum von 2022 bis 2028 ist das ein ernsthaftes Engagement.

Und was ist mit der Expo 2035? Berlin und Brandenburg prüfen eine gemeinsame Bewerbung, wobei der Hauptstandort möglicherweise in der Nähe des Flughafens BER liegen könnte – natürlich alles unter Vorbehalt der Olympia-Bewerbung, deren Entscheidung im September ansteht. Man könnte sagen, Berlin ist in vielerlei Hinsicht im Aufbruch. Ob es der Wohnungsbau, die politischen Maßnahmen oder die Expo-Bewerbung betrifft, die Stadt hat einiges zu bieten.