Die BR Volleys haben am vergangenen Wochenende wieder einmal ihre Klasse unter Beweis gestellt. In einem packenden Match gegen die Grizzlys Giesen triumphierten die Berliner mit 3:1 (25:22, 25:20, 22:25, 25:20). Es war ein weiterer Schritt in eine vielversprechende Saison, nachdem sie eine Woche zuvor im Ligacup nur knapp mit 3:2 gegen das gleiche Team gewonnen hatten.

Vor allem die starken Leistungen von Alexandru Rata, der 16 Punkte sammelte, und Nolan Flexen sowie Nicolas Zerba, die jeweils 13 Zähler beisteuerten, waren entscheidend für den Sieg. Von Anfang an starteten die Volleys mit einem beeindruckenden 4:1-Lauf und setzten Giesen vor allem mit druckvollen Angriffen zu. Giesens Trainer Markus Steuerwald sah sich gezwungen, frühzeitig eine Auszeit zu nehmen, um sein Team wachzurütteln, doch die Berliner blieben am Drücker.

Ein Spiel voller Höhen und Tiefen

Im zweiten Satz zogen die Volleys schnell auf 9:5 davon und kontrollierten das Spiel mit hohem Tempo. Besonders in dieser Phase zeigten sie ihre Überlegenheit, während Giesen nicht wirklich ins Spiel fand. Doch im dritten Satz kam der Dämpfer. Plötzlich unterliefen den Berlinern einige Unachtsamkeiten: Sie gerieten in Rückstand, Angriffe blieben am Giesener Block hängen, und die Aufschlagfehler häuften sich. Ein unerwarteter Rückschlag, der das Team für einen Moment aus dem Takt brachte.

Aber der vierte Satz zeigte das wahre Gesicht der Volleys. Zunächst war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch Mitte des Satzes – da war er wieder, der Berliner Aufschwung. Mit einem starken Aufschlagspiel ging das Team auf 18:13 in Führung und brachte diese Sicherheit schließlich ins Ziel. Der zweite Matchball wurde souverän verwandelt, und die Freude über den Sieg war den Spielern ins Gesicht geschrieben.

Ausblick auf die Saison

Mit diesem Erfolg haben die BR Volleys jetzt zwei von zwei Spielen in der Bundesliga gewonnen und gehen als amtierender Meister in die neue Saison. Die nächste Herausforderung wartet bereits am 20. Oktober 2026, wenn die Saison 2026/27 offiziell startet. Die Berliner sind als Topfavorit gesetzt, und man darf gespannt sein, wie sich die Konkurrenz, darunter Teams wie der SVG Lüneburg und der VfB Friedrichshafen, schlagen wird.

In der kommenden Saison wird sich auch einiges verändern. Die WWK Volleys München haben sich neu aufgestellt, und der TV Rottenburg kehrt als Aufsteiger zurück. Die Trainerwechsel sind ebenfalls bemerkenswert – Andrea Anastasi hat das Zepter in Berlin übernommen, während Markus Steuerwald nun an der Seitenlinie der Grizzlys steht.

Die Volleys gelten als Maßstab für viele Clubs. Mit einem tiefen und erfahrenen Kader und einer klaren Spielphilosophie unter Anastasi könnte es eine spannende Saison werden. Die Fans können sich auf viele packende Spiele freuen, und die ersten Partien, die auch über Dyn live und im frei empfangbaren Kanal „Dyn Sport Mix“ übertragen werden, versprechen schon jetzt viel Action.