Vogelgrippealarm: Tote Kraniche in Marzahn-Hellersdorf entdeckt!
Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf wurden in der vergangenen Woche zwei tote Kraniche gefunden. Diese Vögel wurden zur Untersuchung auf Aviäre Influenza, auch bekannt als Vogelgrippe, ins Landeslabor Berlin-Brandenburg gebracht. Die ersten Tests ergaben einen positiven Befund, der nun durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt und differenziert wird.
Aviäre Influenza ist hochansteckend für Hausgeflügel wie Hühner, Gänse und Enten. Die Übertragung erfolgt typischerweise durch direkten Kontakt mit infizierten Wildvögeln oder deren Kot. Aus diesem Grund hat die Veterinäraufsicht alle Geflügelhalter in Marzahn-Hellersdorf kontaktiert und sie zu Vorsicht aufgerufen. Empfehlungen umfassen, Futter unzugänglich für Wildvögel zu lagern und kein kontaminiertes Oberflächenwasser zum Tränken zu nutzen.
Aktuelle Gefahrenlage
Die Vogelgrippe breitet sich seit einigen Wochen in Deutschland und Europa stark aus. In Baden-Württemberg wurden in einem Geflügelbetrieb bereits 15.000 Tiere getötet, wohingegen in Nordbrandenburg über 1.000 tote Kraniche geborgen wurden. Schätzungen zufolge sind insgesamt etwa 2.000 Kraniche an der Geflügelpest verendet. Das Friedrich-Loeffler-Institut warnt vor einer dynamischen Entwicklung und hat das Risiko für weitere Ausbrüche auf „hoch“ heraufgesetzt.
Bisher wurden bundesweit 29 Ausbruchsherde bei Wildvögeln erfasst, wobei vor allem Kraniche betroffen sind. In diesem Zusammenhang appelliert die Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic an die Geflügelhalter, ihre Tiere vorsorglich aufzustallen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. Das Bundesministerium hat in Baden-Württemberg bereits gefordert, umfangreiche Schutzmaßnahmen zu ergreifen, da die Vogelgrippe mit dem Vogelzug im Herbst ein neues Ausmaß erreicht.
Risiken für die Bevölkerung
Das Risiko für die Bevölkerung, schwerwiegende Erkrankungen durch das Virus zu erleiden, ist derzeit als gering einzustufen. Dennoch sind bisher keine H5N1-Fälle bei Menschen in Deutschland bekannt. Bei hohen Infektionsdosen besteht jedoch ein Übertragungsrisiko. Daher wird geraten, den Kontakt zu toten Wasser-, Raben- oder Greifvögeln zu vermeiden und Funde der Veterinäraufsicht zu melden, was auch in der aktuellen Tagesschau betont wird.
Darüber hinaus ist die Einhaltung strenger Hygieneregeln für Geflügelhalter unerlässlich. Die Vogelgrippe, verursacht durch das Virus HPAIV (H5N1), bleibt ein ernstes Problem für die Tierhaltung. Während Impfstoffe gegen Vogelgrippe in der EU nicht weit verbreitet sind, gibt es spezielle Impfstoffe für Geflügel, die in Frankreich eingesetzt werden.
Bürger werden gebeten, sich im Falle von Funden toter Vögel an die Veterinäraufsicht zu wenden. Wer eine Meldung vornehmen möchte, kann dies sowohl per E-Mail als auch telefonisch unter (030) 90293 6500 oder -6532 tun.
