Verkehrschaos in Schöneweide: Rückbau des Fußgängertunnels und neue Busspur ab Oktober 2026
In Berlin-Schöneweide wird es ab Montag, dem 30. Oktober 2026, ganz schön eng auf der Michael-Brückner-Straße. Denn dann heißt es für Verkehrsteilnehmer: Auf einen Fahrstreifen verengte Straße – und das stadteinwärts ab dem Sterndamm. Das ist nicht gerade die beste Nachricht für alle, die dort regelmäßig unterwegs sind. Immerhin wird eine Busspur eingerichtet, die zumindest etwas Entlastung bringen soll. Stadtauswärts bleibt der Verkehr allerdings relativ stabil mit zwei offenen Fahrstreifen. Aber Vorsicht: Die Verkehrseinschränkungen sind keine kurzfristige Sache. Ganze zwölf Monate lang soll die Baustelle den Verkehr auf der Bundesstraße 96a beeinflussen.
Der Grund für diese Maßnahmen ist der Rückbau des Fußgängertunnels in Schöneweide, der seit einem Brand im Jahr 2016 nicht mehr genutzt werden kann. Der Tunnel, der früher die Schnellerstraße mit dem Bahnhofsvorplatz verband und unter der Bundesstraße 96a verlief, ist mittlerweile mehr als nur ein Schandfleck. Die Stadt hat sich entschieden, den Tunnel schrittweise zurückzubauen und das Bauwerk zu verfüllen – eine Entscheidung, die nicht ohne Grund getroffen wurde. Die oberirdische Ampelführung wird verbessert, was auf lange Sicht sicher auch den Verkehrsfluss begünstigt. Verkehrsteilnehmer sind aufgefordert, in dieser Zeit den Bereich weiträumig zu umfahren.
Was kommt nach dem Rückbau?
Die Pläne sind schon etwas länger in der Schublade. Der Senat hat klar gemacht, dass eine Wiedereröffnung des Tunnels nicht vorgesehen ist. Im Gegenteil, die Rückbauarbeiten sollen bereits im dritten Quartal 2026 starten, nachdem das Vergabeverfahren, das bis Juli 2026 abgeschlossen sein soll, über die Bühne gegangen ist. Der gesamte Rückbau wird in mehreren Phasen ablaufen, und die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2027 angepeilt. Kostenpunkt? Rund 4 Millionen Euro. Das sind keine kleinen Brötchen!
Aber das ist noch nicht alles. Die ursprünglich von Klaus Roenspieß entworfenen Glasmosaike, die dem Tunnel ein wenig Kunst und Flair verliehen haben, werden restauriert und sollen ab 2027 wieder öffentlich zugänglich gemacht werden. Das ist doch eine schöne Aussicht, oder? Die Mosaike wurden unbeschädigt ausgebaut – ein kleiner Lichtblick inmitten der ganzen Baustellenstimmung.
Verkehrsfluss unter Kontrolle
<pObwohl die Michael-Brückner-Straße nicht vollständig gesperrt wird, sind während der Bauzeit einige Einschränkungen im Fahrbahnrandbereich zu erwarten. Es kann sogar sein, dass die Zahl der Fahrstreifen in beiden Richtungen zeitweise reduziert wird, aber das Ziel bleibt, zwei Fahrstreifen je Richtung aufrechtzuerhalten. Das klingt zwar nach einem Balanceakt, aber der Verkehr soll während der gesamten Bauzeit nicht zum Erliegen kommen. Das ist zumindest eine positive Nachricht für alle Pendler und Anwohner.
<pDer Rückbau des Fußgängertunnels könnte viele Fragen aufwerfen. Warum hat man sich überhaupt für den Rückbau entschieden? Die Antwort ist einfach: Nach intensiven Untersuchungen zu möglichen Nachnutzungen des Tunnels kam man zu dem Schluss, dass eine Wiedereröffnung nicht sinnvoll ist. Die letzte Fahrt durch diesen Tunnel ist also endgültig vorbei – ein bisschen nostalgisch ist das schon. Aber der Fortschritt geht weiter und die Stadt verändert sich.
<pWährend wir also auf die Fertigstellung des Rückbaus warten, bleibt uns nichts anderes übrig, als die Umleitungen und Umstellungen im öffentlichen Nahverkehr in Kauf zu nehmen. Ein bisschen Geduld ist gefragt. Schließlich kann man nicht alles auf einmal haben. Berlin ist und bleibt eine Stadt im Wandel – und der betrifft auch die kleinen, aber wichtigen Dinge. Halten wir also die Augen offen und genießen wir die Veränderungen, die vor uns liegen.
