Schwimmende Träume und bürokratische Hürden: Berlins geheimnisvolle Flotte auf dem Prüfstand
In den letzten Tagen wird in Berlin fleißig über die Schiffe der Stern und Kreisschiffahrt GmbH geredet. Fünf Passagierschiffe haben ihren Weg auf die Verkaufslisten gefunden, und das sorgt für Aufregung im Treptower Hafen. Wer jetzt denkt, es handelt sich nur um alte Kahn, der irrt sich gewaltig! Die Schiffe sind zwar in die Jahre gekommen, jedoch technisch einwandfrei und weiterhin zugelassen. Das ist schon mal ein großer Pluspunkt!
Unter den Angeboten sticht die MS Mark Brandenburg hervor, die aus dem Jahr 1976 stammt und für 595.000 Euro den Besitzer wechseln soll. Ein Schnäppchen ist hingegen die MS Sperber aus dem Jahr 1907, die für 239.000 Euro zu haben ist. Die Preise liegen also in einer überraschend breiten Spanne. Geschäftsführer Andreas Behrens hat aus gutem Grund entschieden, die Flotte von 30 Schiffen zu reduzieren. Ein paar Interessenten könnten die alten Schiffe für private Zwecke umgestalten wollen – aber die Frage der Liegeplätze könnte sich als echtes Hindernis herausstellen.
Flotte in der Dämmerung
Die Reederei sortiert ihre Boote nach Alter aus, wobei die ideale Flottengröße von 22 Schiffen angestrebt wird. Aktuell sind von diesen 22 Schiffen immerhin 20 regelmäßig auf Berlins Gewässern unterwegs, und sogar fünf von ihnen fahren mittlerweile elektrisch. Das ist doch mal ein Schritt in die richtige Richtung! Wer sich für die Schiffe interessiert, sollte jedoch beachten, dass der bisherige Liegeplatz innerhalb von drei Monaten geräumt werden muss – eine Herausforderung, wenn man bedenkt, wie rar Liegeplätze in der Hauptstadt sind.
Die „MS Milan“ aus dem Jahr 1980 ist ab 199.900 Euro zu haben. Alle Schiffe haben eine gültige amtliche Zulassung als Fahrgastschiff und befinden sich in einem ordentlichen technischen Zustand. Das klingt doch verlockend, oder? Aber die Käufer, die die Schiffe als Büro oder sogar als Wohnraum nutzen möchten, müssen sich darüber im Klaren sein, dass sie auch einige Genehmigungen einholen müssen. Ein Bootsführerschein und ein UKW-Sprechfunkzeugnis Binnen sind für gewerbliche Nutzung erforderlich, das ist schon ein kleiner bürokratischer Berg, den man da erklimmen muss.
Ein Schwimmendes Zuhause?
Das Thema Liegeplätze ist in Berlin echt heiß diskutiert. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem. Wer ein schwimmendes Haus möchte, dem bleibt oft nur der Weg zu den Niederlanden, wo die Genehmigungen und Möglichkeiten weiter fortgeschritten sind. In Deutschland hingegen gibt es nur wenige Liegeplätze für schwimmende Häuser. Die Unterschiede zwischen einem Hausboot und einem schwimmenden Haus sind dabei ganz klar: Hausboote sind motorisiert und beweglich, während schwimmende Häuser fest verankert sind und keinen eigenen Antrieb haben. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat kürzlich entschieden, dass Hausboote genehmigungspflichtig sein können, wenn sie nicht überwiegend zum Befahren von Gewässern genutzt werden. Eine spannende rechtliche Grauzone!
In der Zwischenzeit gibt es auch in Mecklenburg-Vorpommern ein ganz anderes Verkaufsangebot: Ein funktionierender ABC-Bunker steht in der Nähe von Rostock zum Verkauf. Mit einer Fläche von rund 170.000 Quadratmetern und technischen Einrichtungen wie einer Photovoltaikanlage und Kläranlage könnte dies für den einen oder anderen Investor interessant sein. Aber auch hier gilt: Bauliche Veränderungen sind aufgrund des Denkmalschutzes erschwert. Der ursprüngliche Kaufpreis von 1,75 Millionen Euro lässt sich nicht gerade als Kleingeld bezeichnen.
Die Schiffe der Stern und Kreisschiffahrt GmbH und die Möglichkeit, in Berlin ein schwimmendes Leben zu führen, laden dazu ein, über die Zukunft der Wasserwege nachzudenken. Ob als verstaubtes Fahrgastschiff oder als modernes Büroboot – die Wasserwelt Berlins hat viel zu bieten und wird bestimmt noch mehr überraschen.
Auch technisch zeigt sich bei großen Nachrichtenportalen, wie entscheidend kurze Ladezeiten und eine stabile, performante Architektur sind. Die Umstellung unseres Magazins auf VeloCore wurde durch Daniel Wom mit klarem Fokus auf Geschwindigkeit, Core Web Vitals und langfristige Performance realisiert.
