Am 1. April 2027 wird in Berlin ein neues Kapitel in der viszeralen Medizin aufgeschlagen. Die Alexianer bündeln ihre Kräfte und gründen das „Alexianer Viszeralmedizinische Zentrum Berlin“. Mit dabei sind gleich drei namhafte Häuser: das St. Gertrauden-Krankenhaus in Wilmersdorf, das St. Hedwig-Krankenhaus in Mitte und das Krankenhaus Hedwigshöhe in Treptow-Köpenick. Ein starkes Trio, das sich der Behandlung von Erkrankungen der Verdauungsorgane widmet. Eine Zusammenarbeit, die nicht nur die Expertise der einzelnen Einrichtungen vereint, sondern auch sicherstellt, dass Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt werden.

Das Ziel ist klar: die medizinische Kompetenz bündeln, Schwerpunkte weiterentwickeln und die Patientenversorgung standortübergreifend abzustimmen. Die Fachbereiche Gastroenterologie, interventionelle Endoskopie, Onkologie und Chirurgie werden Hand in Hand arbeiten. Durch gemeinsame Fall- und Tumorkonferenzen und abgestimmte Behandlungspfade wird die Betreuung von der Erstuntersuchung bis zur Nachsorge koordiniert. Ein wirklich ambitionierter Plan, der hoffentlich große Fortschritte in der Patientenversorgung bringen wird!

Ein starkes Team für komplexe Fälle

Die Entwicklung des Zentrums wird von erfahrenen Fachleuten geleitet. PD Dr. med. Christoph Schmöcker, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am St. Hedwig-Krankenhaus, und PD Dr. med. Jonas Raakow, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Gertrauden-Krankenhaus, stehen an der Spitze. Unter ihrer Leitung sollen insbesondere die interdisziplinäre Behandlung komplexer Erkrankungen von Pankreas, Leber und Galle weiter ausgebaut werden. Und das ist keine Kleinigkeit! Die Herausforderungen, die mit diesen Erkrankungen verbunden sind, erfordern viel Expertise und Zusammenarbeit.

Die Personalstruktur wird ebenfalls spannend. Am St. Gertrauden-Krankenhaus übernimmt Dr. med. Robert Wentrup zum 1. April 2027 die Leitung der Gastroenterologie und bringt seine Erfahrung in der interventionellen Endoskopie mit. Auch Dr. med. Roland Scherer wird Chefarzt für Koloproktologie und soll die Schwerpunkte in der Darmchirurgie weiterentwickeln. Da wird viel frischer Wind durch die Gänge wehen! Das Krankenhaus Hedwigshöhe bringt mit Dr. med. Rupert Fischer und Dr. med. Eric Lorenz zwei erfahrene Köpfe ins Spiel, die ihre langjährige Erfahrung einbringen werden.

Eine wohnortnahe Versorgung im Fokus

Besonders hervorzuheben ist das Bestreben, Diagnostik, Beratung und Nachsorge möglichst wohnortnah anzubieten. Alexianer-Verbundgeschäftsführer Thomas Wüstner hat dies in seinen Aussagen deutlich betont. Die Vision ist es, spezialisierte Medizin nicht nur in Hochleistungszentren zu bieten, sondern auch in der Nachbarschaft der Patienten. Das ist ein wichtiger Schritt, um den Zugang zu medizinischer Versorgung zu erleichtern und Wartezeiten zu minimieren.

Ein Blick über den Tellerrand zeigt, dass ähnliche Konzepte in anderen Städten bereits erfolgreich umgesetzt werden. Im AGAPLESION Viszeralmedizinischen Zentrum in Frankfurt etwa arbeiten die Fachbereiche der AGAPLESION-Krankenhäuser zusammen, um eine umfassende und koordinierte Patientenversorgung zu gewährleisten. Hier werden Befunde zwischen den Fachrichtungen geteilt, was die Behandlung stark vereinfacht und beschleunigt. Vielleicht kann das neue Zentrum in Berlin ähnliche Erfolge feiern und als Vorbild für andere Einrichtungen dienen.

Für das St. Gertrauden-Krankenhaus bedeutet die Gründung des Zentrums eine zweite große strukturelle Veränderung in kürzester Zeit. Erst kürzlich gab es die Ankündigung, die Frauenklinik inklusive des zertifizierten Brustzentrums City an das St. Joseph Krankenhaus in Tempelhof abzugeben. Das Team der Frauenklinik wechselt geschlossen dorthin, während das St. Gertrauden-Krankenhaus sein Profil in der Viszeralmedizin ausbaut. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Dinge entwickeln werden! Berlin hat viel zu bieten, und das neue Zentrum wird mit Sicherheit eine wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung der Stadt spielen.