Im Herzen von Treptow-Köpenick, wo der Teltowkanal sanft plätschert und die Natur einladend grünt, wird aktuell das Boot „Leonie“ auf dem Gelände der Bootswerft Rudow repariert. Dieses kleine, aber feine Wassergefährt hat eine bewegte Geschichte. 1988 wurde es erbaut und vor zweieinhalb Jahren für 3.500 Euro an Michael Taheri verkauft. Der Zustand beim Kauf? Nun, er war „reparaturbedürftig“, wie man so schön sagt – der Unterboden war undicht und das Boot brauchte dringend eine neue Hülle. Nach weiteren Investitionen, die die Reparaturkosten fast auf den Kaufpreis hievten, ist „Leonie“ nun auf dem Weg, wieder zu Wasser gelassen zu werden – das Ziel: bis Ende Juni, wenn die Sonne wieder strahlt und die Berliner auf ihren Booten die Gewässer erobern wollen.
Michael Taheri, der einen Bootsführerschein hat, wollte „Leonie“ anfangs selbst nutzen. Doch nach kurzer Zeit verlieh er das Boot an Freunde und Nachbarn. So entwickelte sich „Leonie“ schnell zu einem sozialen Treffpunkt für die Menschen im Kiez. Das Engagement von Michael in Baumschulenweg geht über das Boot hinaus; er plant sogar die Gründung eines Vereins, um soziale und kulturelle Projekte zu unterstützen, die unter den ständigen Haushaltskürzungen leiden. Ein Herzensprojekt, das sich sehen lassen kann!
Ein Boot für alle
„Leonie“ soll nicht nur ein einfaches Boot sein, sondern ein Ort der Begegnung. Kostenlose Bootstouren für soziale Einrichtungen stehen auf dem Plan, und dafür wird dringend Geld benötigt. Eine Crowdfunding-Kampagne wurde ins Leben gerufen, um 5.200 Euro für die notwendigen Reparaturen und laufenden Kosten zu sammeln. Die Liste der dringenden Reparaturen ist lang: Undichte Stellen, verschimmelte Polster, ein defekter Fahrersitz, ein beschädigtes Geländer, eine gebrochene Scheibe und ein klemmendes Gaspedal – das klingt fast nach einer Checkliste für einen Bootsschaden! Doch mit dem gesammelten Geld sollen auch künftige Verbesserungen wie Vorhänge, eine bessere Stromversorgung, ein Kühlschrank und eine Standheizung umgesetzt werden. Das alles klingt nach einem tollen Erlebnis für bis zu acht Personen, die an Bord gehen können – und mit einem Motor von 15 PS ist dafür kein Bootsführerschein nötig!
Das Projekt „Leonie“ hat nicht nur lokale Wurzeln, sondern wird seit 2010 durch Crowdfinanzierung unterstützt. Nutzer werden aktiv ermutigt, das Projekt in sozialen Medien zu teilen, sei es über WhatsApp, Telegram, Facebook oder Instagram. Grafiken, die von Startnext bereitgestellt werden, helfen dabei, die Reichweite zu erhöhen. Ein paar Tags wie @suche.nach.social.impact und @startnext in den Posts können die Sichtbarkeit enorm steigern – ein cleverer Schachzug, um noch mehr Unterstützer zu gewinnen.
Gemeinwohl im Fokus
Wenn wir über „Leonie“ und ähnliche Projekte sprechen, betreten wir ein spannendes Feld des Gemeinwohls. Es gibt ein bundesweites Netzwerk für gemeinwohlorientierte Unternehmen, das sich für nachhaltigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg einsetzt. Der Fokus liegt dabei auf nachhaltigen Themen und Initiativen im Wassersport. Veranstaltungen und Netzwerktreffen fördern den Austausch und die Sichtbarkeit solcher Projekte. Die „love your ocean“-Initiative auf der boot in Düsseldorf ist ein besonders schönes Beispiel dafür. Hier wird die Idee von nachhaltigem Wirtschaften und sozialem Engagement lebendig. Wer Interesse hat, kann sich bei der Meeresstiftung melden – eine Plattform, die den Austausch und die Unterstützung von Unternehmen im maritimen Bereich fördert.
Das Boot „Leonie“ ist also mehr als nur ein Wasserfahrzeug; es ist ein Symbol für Gemeinschaft, Engagement und den Wunsch, soziale Projekte zu unterstützen. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, nicht nur für die Reparaturen, sondern auch für die Frage, wie viele Menschen von diesem besonderen Boot profitieren können. Und vielleicht, nur vielleicht, wird „Leonie“ bald schon wieder durch die Gewässer Berlins gleiten und Freude und Zusammenhalt verbreiten.
