Ein neuer Stern am Himmel der Spielplätze strahlt jetzt in Köpenick! Ein inklusiver Spielplatz, der Kinderherzen höher schlagen lässt und für alle offen steht – selbst für die kleinen Abenteurer, die mit Einschränkungen kämpfen. Am 21. Mai 2026 wurde dieser einzigartige Spielplatz mit einer feierlichen Einweihung von der FEZ-Chefin Chris Berghäuser ins Leben gerufen.
Hier wird Inklusion großgeschrieben. Die Wege sind rollstuhlbefahrbar, Rampensysteme sorgen für einen fließenden Übergang und die verschiedenen Schwierigkeitsgrade laden zum Ausprobieren ein. Orte zum Zurückziehen, sensorische Angebote und klar strukturierte Räume bieten Orientierung und Sicherheit. Das Herzstück? Ein imposantes inklusives Kletter- und Spielgerät, das mit seinen Rampen und integrierten Spielelementen zum Staunen einlädt.
Ein Platz für alle
Für das leibliche Wohl der kleinen Wasserratten gibt es einen Wasserspielbereich mit einer niedrigen Pumpe, einen rollstuhlunterfahrbaren Matschtisch und eine angepasste Nestschaukel. Balancier- und Motorikangebote sind ebenso Teil des Konzeptes, das Kinder zum Spielen, Lernen und Wachsen anregt. Ein teilweise befahrbares Labyrinth und Tunnelstrukturen bieten spannende Entdeckungsmöglichkeiten, während geschützte Rückzugsräume für Ruhe sorgen.
Die Kinder hatten das Sagen bei der Gestaltung des Spielplatzes – ein absolutes Plus! Mit einem Investitionsaufwand von etwa 870.000 Euro, finanziert durch das Kita- und Spielplatzsanierungsprogramm (KSSP) der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie für die Haushaltsjahre 2024 und 2025, wurde ein Traum wahr. Die Schüler der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule und der Carl-von-Linné-Schule haben den alten Spielplatz analysiert, ihre Wünsche und Kritiken eingebracht.
Ein Blick über den Tellerrand
In Deutschland sind die meisten Spielplätze leider nicht barrierefrei. Das schließt viele Kinder, insbesondere solche mit Behinderungen, vom gemeinsamen Spiel aus. Dr. Volker Anneken vom Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) hebt die Bedeutung des gemeinsamen Spiels hervor. Inklusive Spielplätze sind nicht nur wichtig für die Entwicklung der Kinder mit Behinderungen, sondern fördern auch den Austausch zwischen den Begleitpersonen.
Die Aktion Mensch engagiert sich stark für mehr inklusive Spielplätze in Deutschland und bietet wertvolle Informationen zu Checklisten, Handlungsempfehlungen und guten Beispielen. Es ist höchste Zeit, dass wir in unserer Gesellschaft die Vielfalt akzeptieren und feiern – und was könnte da besser sein als spielerisch, gemeinsam auf einem tollen Spielplatz?
Eine Landschaftsarchitektin, Birgit Teichmann, erklärt, dass Sicherheit wichtig ist, aber nicht übertrieben geplant werden darf. Schließlich müssen Kinder das Risiko und die Herausforderungen des Spielens selbst einschätzen können. Die Gestaltung des neuen Spielplatzes berücksichtigt auch Klimaanpassung und Nachhaltigkeit – viel Grün und natürliche Materialien sorgen für ein harmonisches Gesamtbild.
In Köpenick wird jetzt nicht nur gespielt, sondern auch ein Zeichen gesetzt. Ein Zeichen für die Akzeptanz von Unterschieden und eine Gesellschaft, die zusammenhält. Der neue Spielplatz ist mehr als nur ein Ort zum Spielen – er ist ein Raum für Begegnungen, Freundschaften und das Entdecken der eigenen Grenzen und Fähigkeiten. Und das ist doch einfach nur fantastisch!