Heute ist der 1.07.2026, und es weht ein frischer Wind durch den Nollendorfplatz, der sich gerade zum Dreh- und Angelpunkt der Berliner LGBTQ+-Community entwickelt. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben dem U-Bahnhof einen neuen Namen verpasst: „Nollendorfplatz im Regenbogenkiez“. Ein kleines, aber feines Schild, das viel mehr ist als nur ein zusätzlicher Schriftzug. Es ist ein Symbol der Vielfalt, Respekts und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Und das in einem Viertel, das in den 1920er-Jahren zum pulsierenden Herzen queeren Lebens in Berlin wurde – ein Ort, an dem Geschichte und Kultur lebendig werden.

Die Enthüllung fand in Anwesenheit von hochkarätigen Gästen statt, darunter Verkehrssenatorin Ute Bonde, Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey und Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann. Henrik Falk, der Vorstandsvorsitzende der BVG, ließ keinen Zweifel daran, wie wichtig der Regenbogenkiez für die Stadt ist. „Hier feiern wir nicht nur die Vielfalt, sondern setzen auch ein Zeichen gegen Queerfeindlichkeit“, sagte er. So eine klare Ansage ist nicht nur notwendig, sondern auch eine echte Ermutigung für die Community.

Ein Platz mit Geschichte

Der Nollendorfplatz hat eine bewegte Geschichte, die bis zur Eröffnung des U-Bahnhofs am 11. März 1902 zurückreicht. Die Jahrhunderte haben hier viele Veränderungen mit sich gebracht, nicht zuletzt die dunklen Zeiten des Nationalsozialismus, als die queere Szene gewaltsam unterdrückt wurde. Heute erinnert eine Gedenktafel am Bahnhof an die homosexuellen Opfer dieser Zeit. Der neue Namenszusatz ist eine Art historisches Gedächtnis – er soll die Entwicklung des Viertels im öffentlichen Raum sichtbar machen und die Menschen an die Geschichten erinnern, die hier einst lebendig waren.

Die Umgebung des Nollendorfplatzes, insbesondere die Straßen Motzstraße, Nollendorfstraße und Fuggerstraße, hat sich über die Jahrzehnte hinweg zu einem unverwechselbaren Zentrum für queeres Leben entwickelt. Hier finden sich nicht nur Bars und Clubs, sondern auch kulturelle Einrichtungen wie das Schwule Museum, das mit Ausstellungen und Workshops einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit und zum Verständnis der LGBTQ+-Geschichte leistet.

Pride Month 2026 – Feier der Vielfalt

Die Enthüllung des neuen Schildes markiert den Auftakt zu einem bunten Pride Month, der bereits in vollem Gange ist. Die BVG hat eine Reihe von Veranstaltungen geplant, die für jeden Geschmack etwas bieten: Vom Hissen der Progressiven Pride Flag am 7. Juli über einen Stand auf dem Lesbisch-schwulen Stadtfest am 18. und 19. Juli bis hin zu den queeren Cabrio-U-Bahntouren, die am 24. Juli stattfinden. Und natürlich darf die Teilnahme am Christopher Street Day mit einem eigenen BVG-Truck und dem barrierefreien Inklusionsbus nicht fehlen. Ein wahrer Festmonat, der die bunte Vielfalt der Stadt feiert!

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Berlin ist nicht nur ein Magnet für die LGBTQ+-Community, sondern auch ein beliebtes Ziel für Gay-Travel. Im Juli, wenn die Pride-Wochen stattfinden, erstrahlt die Stadt in den Farben des Regenbogens. Die Höhepunkte sind das Lesben- und Schwulen-Straßenfest sowie der Christopher Street Day. Hier wird Respekt und Toleranz großgeschrieben, und der Nollendorfplatz ist das Epizentrum dieser Feierlichkeiten. Überall in der Stadt verteilt, gibt es unzählige Veranstaltungen, die die Vielfalt der Community widerspiegeln.

Die neue Willkommensfläche im Bahnhof, die die Besucher*innen beim Betreten des Kiezes empfängt, ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Sie zeigt, dass der Nollendorfplatz nicht nur ein historischer Ort ist, sondern auch ein lebendiger Raum für alle, die sich hier zuhause fühlen. Es ist einfach großartig zu sehen, wie sich die Stadt weiterentwickelt und die Stimmen der queeren Community gehört werden.

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