Jugendträume werden konkret: Das neue Haus der Jugend Südkreuz in Tempelhof-Schöneberg
Am Werner-Voß-Damm 47 in Tempelhof-Schöneberg, in der Nähe des Bahnhofs Südkreuz, wird bald ein Ort entstehen, der für viele junge Menschen eine wichtige Anlaufstelle darstellen wird. Das „Haus der Jugend Südkreuz“ – so lautet der vielversprechende Name, der sich hinter einem frisch gekürten Entwurf verbirgt. Gewinner des Realisierungswettbewerbs ist das Büro hacke aus Berlin unter der Leitung von Max Hacke. Die Jury, unter dem Vorsitz von Architektin Jórunn Ragnarsdóttir, lobte die klare städtebauliche Setzung und den kompakten, zweigeschossigen Baukörper, der bald das Stadtbild prägen wird.
Das geplante Gebäude wird nicht nur den beiden traditionsreichen und selbstverwalteten Jugendzentren Drugstore und Potse, die seit den 1970er-Jahren ein Zuhause für Berliner Jugendliche bieten, eine dauerhafte Heimat bieten. Es wird darüber hinaus auch als Bildungsstätte fungieren, die Unterstützung beim Erwerb von Schulabschlüssen anbietet. Mit einer Nutzungsfläche von rund 800 Quadratmetern und einem Gesamtbudget von rund 7,1 Millionen Euro soll hier ein Raum entstehen, der Vielfalt fördert und unterschiedliche soziale sowie kulturelle Hintergründe zusammenbringt.
Ein Raum der Begegnung
Das Konzept sieht vor, dass die Jugendlichen in diesem neuen Haus nicht nur passive Nutzer sind. Vielmehr werden sie aktiv in die Gestaltung ihrer Angebote eingebunden. Partizipative Jugendarbeit wird großgeschrieben! Kreativ- und Kunstworkshops, politische sowie interkulturelle Bildungsveranstaltungen sind nur einige der vielen Angebote, die hier auf die jungen Leute warten. Auch gendersensible Jugendarbeit wird ein wichtiger Bestandteil sein, um den Bedürfnissen aller gerecht zu werden.
Die Jury hat auch die durchdachte Architektur gewürdigt. Die großzügigen Freiflächen und die Begrünung von Fassaden und Dach sollen das Stadtklima positiv beeinflussen. Klare Grundrisse und eine funktionale Trennung der Nutzungen bieten Raum für Selbstorganisation und kreative Entfaltung. Vielleicht wird dieser Ort sogar zu einem neuen Treffpunkt für informelle Austauschmöglichkeiten und Synergien zwischen verschiedenen Einrichtungen.
Nachhaltigkeit im Fokus
Besonders spannend wird die Berücksichtigung von ökologischen und Nachhaltigkeitsaspekten im Bauprozess. Das Projekt wird nicht nur mit wiederverwendeten Baustoffen realisiert – auch Konzepte zur Reduzierung von Lärmemissionen stehen auf der Agenda, um mögliche Konflikte zu minimieren. Ein Ort, der nicht nur für die Jugend da ist, sondern auch für die Umwelt! Das klingt doch nach einem echten Gewinn für den Bezirk, oder?
Die Realisierung des „Haus der Jugend“ ist für 2030 geplant, mit einem Baubeginn im Jahr 2027. Und obwohl die Kosten von 7.174.000 Euro (bzw. 7.108.000 Euro brutto) auf den ersten Blick vielleicht abschreckend wirken, wird die Finanzierung größtenteils durch die Städtebauförderung und das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg gedeckt. Damit wird ein Ort geschaffen, der nicht nur den Bedürfnissen der Jugend Rechnung trägt, sondern auch die städtebauliche Entwicklung in Tempelhof-Schöneberg vorantreibt.
Es bleibt abzuwarten, wie dieser Ort des Lernens, der Begegnung und der kulturellen Vielfalt Gestalt annehmen wird. Doch eines steht fest: Die Vorfreude auf das „Haus der Jugend“ ist groß, und die Herzen der Berliner Jugendlichen schlagen jetzt schon ein kleines bisschen schneller.
