Im Bezirk Reinickendorf wird die Ausstellung „Umbenennen?! Berlins Straßennamen in Geschichte und Gegenwart“ ab dem 3. Dezember 2025 eröffnet. Die Ausstellung, kuratiert von Dr. Daniel Hadwiger, beleuchtet die Entwicklung der Straßennamen in Reinickendorf von der Weimarer Republik bis heute. Sie wird Teil eines gemeinsamen Projekts des Aktiven Museums Faschismus und Widerstand in Berlin e.V. und des Arbeitskreises Berliner Regionalmuseen (ABR) sein.

Die Ausstellung thematisiert nicht nur die Benennung und Umbenennung von Straßen, sondern auch die politischen Epochen, die damit verbunden sind. Das Straßenbild in Reinickendorf spiegelt die Geschichte des Bezirks wider, der sowohl für seine grünen Wohngegenden als auch für seine Industriegeschichte bekannt ist. Die gewählten und wechselnden Straßennamen erzählen von den ehemaligen Dörfern sowie dem Wandel Reinickendorfs zu einem international vernetzten Bezirk.

Mitmachen beim Geschichtenerzählen

Um die Ausstellung lebendig zu gestalten, sucht das Museum Reinickendorf nach Objekten, die den Wandel der Straßennamen dokumentieren. Gesucht werden Fotografien, Postkarten, alte Straßenschilder und andere Gegenstände. Diese Objekte sollen Geschichten über den Charakter und die Persönlichkeiten des Bezirks erzählen. Beispielsweise erinnert der Eisbärenweg nicht an die Tiere, sondern an Deutschlands erstes Natureiswerk.

Besonders interessant ist die Gollanczstraße, die innerhalb von vier Jahrzehnten drei Namensänderungen durchlebte. Auch die Avenue Charles de Gaulle in Wittenau stellt Fragen zur Identität und Geschichte des Bezirks. Interessierte sind eingeladen, sich beim Archiv des Museums Reinickendorf zu melden und ihre Erinnerungen beizutragen. Weitere Informationen sind auf der Website des Museums verfügbar, wo auch Details zur Ausstellungsreihe und deren Zielsetzung angegeben sind.

Ein Spiegel der Gesellschaft

Die Sammlung von Objekten für die Ausstellung regt dazu an, über die Reflexion politischer Machtverhältnisse in Straßennamen nachzudenken. Diese Fragen sind relevant für die Entwicklung einer demokratischen Stadtöffentlichkeit. Die Ausstellung wird vom 3. Dezember 2025 bis zum 15. März 2026 zu sehen sein und zielt darauf ab, die Geschichten hinter den Straßennamen aufzuzeigen und sie in einen gesellschaftlichen Kontext zu stellen.

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Insgesamt ist die ausstellende Reihe ein wichtiger Beitrag zur Debatte über die kulturelle Identität Berlins und die Erinnerungskultur der Stadt. Berlin.de berichtet von der Umbenennung der Rosenthaler Straße in Holzhauser Straße im Jahr 1937 und zeigt Fotos der Holzhauser Straße aus der Zeit. Diese historische Perspektive unterstützt die Relevanz der Ausstellung und bringt den Besuchern die bewegte Geschichte des Bezirks näher.

Durch die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Straßennamen wird die Ausstellung nicht nur zu einem Ort des Lernens, sondern auch des Dialogs über die Gegenwart und Zukunft Reinickendorfs und Berlins. Berliner Zeitung hebt hervor, dass die Ausstellung auch ein Beitrag zur Diskussion über Stadtentwicklung und soziale Identität ist.