Take Back The Future: Ein Politisches Feuerwerk in Berlin unter Druck
Ein aufregendes, aber auch recht turbulentes Ereignis steht Berlin ins Haus: Der antikapitalistische Jugendkongress «Take Back The Future», organisiert vom Sozialistisch-Demokratischen Studierendenverband (SDS) und den Studis gegen Rechts, findet vom 12. bis 14. Juni an der Technischen Universität Berlin statt. Mit über 1.500 Anmeldungen hat sich das Event zu einem der größten linken Jugendkongresse der letzten Jahre gemausert. Das klingt vielversprechend, oder? Die Themenpalette ist breit gefächert und reicht von Antifaschismus über soziale Gerechtigkeit bis hin zu Klima, Krieg und Frieden – ein echtes Feuerwerk an politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen!
Doch wie so oft in der Politik gibt es auch hier Schattenseiten. Die Universität hat die Veranstalter kürzlich aufgefordert, mehrere Veranstaltungen aus dem Programm zu streichen. Gerüchte besagen, dass ein Anwalt, der der AfD nahesteht, Druck auf die TU ausgeübt hat und mit rechtlichen Schritten gedroht hat. Man fragt sich, wie weit solche Einmischungen wirklich gehen dürfen. Die Sprecherin der TU hat zwar betont, dass die Universität ein Ort des wissenschaftlichen Austauschs und der kritischen Debatte sei, wollte aber keine konkreten Angaben zu den gestrichenen Punkten machen. Das löst verständlicherweise Unbehagen aus.
Ein Blick auf das Programm
Das geplante Programm umfasst schätzungsweise 90 Vorträge, darunter auch ein hitzig diskutierter Vortrag mit dem Titel «Björn Höcke – Enthüllung eines Faschisten», der angeblich auf der Streichliste der TU steht. Der SDS sieht in den Forderungen der Universität einen Versuch, antifaschistische, sozialistische und emanzipatorische Bildungsarbeit von den Hochschulen zu verdrängen. Man fragt sich, wo das hinführen soll. Wenn solche Maßnahmen Erfolg haben, könnte das nicht nur die Hochschulgruppen betreffen, sondern auch Gewerkschaftsjugenden, feministische Initiativen und antirassistische Organisationen. Ein Aufruf zur Solidarität wird laut, und die Veranstalter bitten um Unterstützung: Verbreitet die Informationen, kommt zum Kongress!
In einem breiteren Kontext ist es interessant zu sehen, wie politische Bildung in Deutschland derzeit aussieht. Der Bundeskongress Politische Bildung, der kürzlich in Weimar stattfand, beleuchtete die Herausforderungen und Chancen, die sich in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche ergeben. Mit über 1.000 Teilnehmenden aus unterschiedlichen Bereichen wurde über innere gesellschaftliche Spannungen und Polarisierung diskutiert. Themen wie Rassismus, Diskriminierung und die fortschreitende Digitalisierung standen im Mittelpunkt. Auch hier war der Austausch lebhaft und bot Raum für praxisorientierte Workshops, die zur Gestaltung politischer Bildung anregen sollten.
In Anbetracht all dieser Entwicklungen wird klar, dass der Jugendkongress «Take Back The Future» nicht nur ein weiteres Event in der Berliner Kulturszene ist, sondern ein wichtiges Zeichen in einem zunehmend polarisierten politischen Klima. Die Vorfreude ist groß, aber auch die Anspannung – wie wird sich das alles entwickeln? Wir werden es bald erfahren!
