In der glitzernden Havel, wo Bootsfreunde und Sonnenanbeter oft eine gute Zeit verbringen, hat die Wasserschutzpolizei in Potsdam kürzlich für einige Aufregung gesorgt. Die Beamten haben Sportboote kontrolliert, und das aus gutem Grund: Alkohol, Drogen und Raserei sind nicht nur an Land ein Problem, sondern auch auf dem Wasser. So mussten einige Schiffsführer ihre Ausflüge vorzeitig abbrechen, weil sie den Vorschriften nicht entsprachen. Ein gemietetes Floß war beispielsweise mit 10 Personen an Bord – zwei zu viel fürs Vergnügen. Der Führer des Floßes hatte zudem einen Atemalkoholwert von 0,82 Promille. Das sind keine guten Voraussetzungen für eine entspannte Fahrt auf dem Wasser.

Ein weiterer Vorfall sorgte am Wochenende für Aufsehen: Ein Mann wurde mit 0,56 Promille auf dem Tiefen See erwischt. Beides sind Ordnungswidrigkeiten, die die Wasserschutzpolizei ernst nimmt. Aber das war noch nicht alles. Ein Motorboot hatte sich unglücklicherweise mit einem unter Wasser liegenden Führungsseil der Fähre, die Potsdam-West mit der Halbinsel Hermannswerder verbindet, verfangen und die Antriebsmechanik beschädigt. Die Folge? Eine zweieinhalbstündige Sperrung der Wasserstraße und die Fähre musste ihren Betrieb einstellen. Wann die Reparaturen abgeschlossen sein werden, bleibt ungewiss.

Alkohol am Steuer

Alkohol am Steuer, oder besser gesagt am Steuer eines Sportmotorbootes, ist ein ernstes Thema. Am Mittwoch, dem 22.10.2025, erhielt die Polizei Meldungen über einen 67-jährigen Mann, der mit 1,62 Promille am Steuer seines Bootes gesichtet wurde. Er hatte bereits mehrere Beinahe-Unfälle verursacht, und die Wasserschutzpolizei entschloss sich, genauer hinzusehen. Nach einem Atemalkoholtest wurde eine Blutprobenentnahme angeordnet, und seine Weiterfahrt wurde untersagt. Eine Anzeige war die logische Konsequenz. Das zeigt mal wieder: Die Promillegrenzen auf Wasserwegen sind nicht zu unterschätzen. Ab 0,5 Promille ist man als Schiffsführer nicht mehr fahrtüchtig, und bei 1,1 Promille gilt man als absolut fahruntüchtig.

Es ist nicht nur für Bootsfahrer wichtig, diese Grenzen zu kennen; sogar Ruderer, Kanufahrer und Stand-Up-Paddler müssen sich daran halten. Ein Umstand, der immer wieder in Vergessenheit gerät, besonders wenn die Sonne scheint und die Lust auf eine spritzige Erfrischung steigt. Aber auch hier gilt: Sicherheit geht vor!

Aufsicht und Verantwortung

Die Hessische Wasserschutzpolizei hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Binnenwasserstraßen und Häfen im Blick zu behalten. Ihre Aufgaben sind vielfältig und umfassen die Überwachung des Schiffsverkehrs sowie die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten. Im Jahr befahren etwa 65.000 Schiffe die Wasserstraßen, und die Zahl der Schiffsunfälle konnte durch verschiedene Maßnahmen verringert werden. Doch die Herausforderungen bleiben, insbesondere durch die immer größer werdenden Binnenschiffe und den steigenden Anteil gefährlicher Güter. Hier bedarf es einer ständigen Anpassung – sowohl in technischer Hinsicht als auch in der Ausbildung der Beamten.

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In Zeiten, in denen die Freizeitschifffahrt boomt, ist die Rolle der Wasserschutzpolizei wichtiger denn je. Es zeigt sich, dass das Wasser nicht nur eine Quelle der Erholung ist, sondern auch Verantwortung erfordert. Wer denkt, beim Feiern auf dem Wasser könnten die Regeln ein wenig lockerer gehandhabt werden, irrt gewaltig. Der Genuss sollte nie über die Sicherheit gestellt werden.

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