Heute ist der 20.06.2026, und während die Sonne über Berlin aufgeht, gibt es spannende Neuigkeiten aus den Groß Schauener Seen. Diese malerische Gegend in Brandenburg ist nicht nur ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber, sondern auch ein wichtiger Lebensraum für die Flussseeschwalben, die hier auf einer speziell geschaffenen Brutinsel nisten. Ornithologe Tim Funkenberg und der ehrenamtliche Vogelberinger Hartmut Haupt haben kürzlich bei einer aufregenden Aktion 43 Küken beringt und gewogen. Diese kleinen gefiederten Wesen, die direkt auf vegetationsarmen Kies brüten, sind auf Schutz und Unterstützung angewiesen – und genau das bieten die künstlichen Brutinseln.

Die Flussseeschwalbe hat sich seit den 1990er Jahren erfreulich entwickelt. In Brandenburg hat sich ihr Bestand etwa verdoppelt, was natürlich auch an den Bemühungen wie diesen hier liegt. Melanie Wagner vom Naturpark Dahme-Heideseen dokumentierte akribisch die Daten der Beringung, während die Küken vorsichtig in Kisten gesetzt wurden. Jedes Küken erhielt einen Aluminiumring mit einer individuellen Nummer, die in einem zentralen Register der Vogelwarte Hiddensee erfasst wird. Diese Informationen sind essenziell für den Artenschutz. Sie helfen dabei, Zugwege und mögliche Gefahren zu identifizieren, die diese entzückenden Vögel auf ihren Reisen nach West- und Südafrika begegnen können.

Ein Zuhause für bedrohte Arten

Die Aktion ist eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen der Heinz Sielmann Stiftung und dem Naturpark, und es ist der vierte Sommer, in dem die Flussseeschwalbe hier brütet. Im Jahr 2023 wurden sogar zwei neue Brutinseln in Kooperation mit der Fischerei Köllnitz und der Naturwacht erstellt, was insgesamt nun vier Brutinseln ausmacht. Diese künstlichen Inseln sind nicht nur eine Rettungsinsel für die Vögel, sondern auch ein Schutz vor Räubern. Denn, seien wir ehrlich, die Natur hat ihre eigenen Gesetze, und diese kleinen Küken haben es nicht leicht, wenn man bedenkt, dass das Brüten auf freiem Kies durch Flussbegradigungen erschwert wird.

Die Kosten für dieses Herzensprojekt belaufen sich auf etwa 30.000 Euro, die größtenteils durch private Spenden gedeckt wurden. Ein großer Dank geht an alle Unterstützer, die sich für den Erhalt dieser wundervollen Natur einsetzen! Im Vorjahr konnten rund 50 Jungvögel beringt werden, und die Aufregung ist groß, wie viele es in diesem Jahr werden. Vielleicht können wir sogar eine Steigerung der Brutpaare in der Groß Schauener Seenkette beobachten, denn zuletzt wurden dort etwa 23 bis 25 Brutpaare gezählt.

Ein Paradies für Naturfreunde

Die Seenlandschaft ist nicht nur ein Rückzugsort für die Flussseeschwalben, sondern auch die Heimat vieler seltener Arten wie Fischotter und Moorfrosch. Besucher können am Anleger der Fischerei Köllnitz eine Vielzahl von Vogelarten beobachten und sich von der Schönheit der Natur verzaubern lassen. Es ist ein Ort, an dem die Seele baumeln kann und man den Alltagsstress hinter sich lässt – genau das, was wir in der heutigen Zeit so dringend benötigen!

Inmitten dieser Bemühungen um den Artenschutz wird deutlich, wie wichtig es ist, auch weiterhin für den Erhalt solcher Lebensräume zu kämpfen. Das Engagement von Organisationen wie der Heinz Sielmann Stiftung und den ehrenamtlichen Helfern ist unverzichtbar, um diese Tiere zu schützen. Denn jeder einzelne Vogel zählt, und das nicht nur auf dem Papier. Es sind unsere Nachbarn in der Natur, die unser Leben bereichern und uns daran erinnern, was wirklich wichtig ist.

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