In Berlin wird der Druck des politischen Islams auf Kinder muslimischen Glaubens an Schulen immer stärker. Wolfgang Büscher, Sprecher der Berliner Arche, äußert sich besorgt über die Entwicklung, die er als das Entstehen von „kleinen Hardcore-Muslimen“ beschreibt. Dabei macht er auf das Fehlen effektiver politischer Maßnahmen aufmerksam, um diesem wachsenden Problem entgegenzuwirken. Berichte von Erziehern der Arche zeigen, dass Schüler, die sich nicht an die strengen islamischen Lebensweisen halten, zunehmend ausgegrenzt und unter Druck gesetzt werden. Die Drohungen kommen häufig von Kindern mit familiären Wurzeln in Palästina, dem Gaza-Streifen, Syrien, dem Irak und dem Westjordanland.
Besorgniserregend ist, dass die Opfer nicht nur Schüler anderer Glaubensrichtungen wie Christen oder Juden sind, sondern auch Muslime, die sich nicht an die strengen Regeln des politischen Islams halten. Laut dem aktuellen „Motra-Monitor“ sind 45,1 Prozent der Muslime in Deutschland unter 40 Jahren latent oder manifest islamismusaffin. Lehrer-Präsident Stefan Düll fordert daher einen stärkeren politischen Rückhalt für Lehrer, um islamistisches Mobbing konsequent zu ahnden.
Politisches Eingreifen gefordert
Um dieser Problematik zu begegnen, hat Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) eine wissenschaftliche Befragung in Auftrag gegeben, die bis Mitte 2026 an 450 Schulen durchgeführt werden soll. Büscher kritisiert jedoch diese Studie und hält eine Konzentration auf Brennpunktschulen für effektiver. An diesen Schulen liegt der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund bei bis zu 90 Prozent, was die Situation besonders prekär macht. Die Berichte aus den Arche-Einrichtungen zeigen, dass der Einfluss des politischen Islams auf Kinder weiterhin zunimmt und eine ernsthafte Bedrohung darstellt.
Die Bedenken, dass Maßnahmen gegen religiöses Mobbing muslimische Schüler stigmatisieren könnten, sind ebenfalls nicht unbegründet. Frühere Versuche, wie die Anlaufstelle für „konfrontative Religionsbekundungen“, sind gescheitert. Büscher befürchtet, dass unabhängig von den Ergebnissen der Studie keine signifikanten Änderungen erfolgen werden. Um die Situation zu verbessern, schlägt er vor, Schüler von Brennpunktschulen auf Schulen mit geringerem Migrationshintergrund zu verteilen, sieht jedoch Widerstand gegen diese Idee.
Fazit und Ausblick
Die wachsende Gefahr des Extremismus des politischen Islams darf nicht ignoriert werden. Wolfgang Büscher warnt eindringlich davor, dass Schüler, die sich nicht an die strengen Regeln halten, ausgegrenzt und zum Teil sogar zum Islam konvertieren gedrängt werden. Die Arche, ein christliches Kinder- und Jugendhilfswerk, bleibt ein wichtiger Akteur in der Unterstützung benachteiligter Kinder in Berlin und wird auch weiterhin die Augen auf die Herausforderungen richten, die durch den politischen Islam an Schulen entstehen.