In Berlin tut sich was – und zwar in der Welt der Sonnenenergie! Am 6. Oktober 2023 waren bereits rund 69.000 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 583 Megawatt peak (MWp) installiert. Das bedeutet, dass rechnerisch jährlich etwa 210.000 Berliner Haushalte mit Solarstrom versorgt werden können. Ein beeindruckendes Wachstum, denn innerhalb eines Jahres kamen etwa 16.000 Anlagen und 124 MWp Leistung hinzu. Wo wir gerade beim Wachstum sind: Berlin hat sich das Ziel gesetzt, bis 2035 rund 25 Prozent seiner Stromerzeugung aus Solarenergie zu decken. Dafür soll die Gesamtleistung der Solaranlagen auf 4.400 MWp steigen – das klingt nach einer ordentlichen Portion Sonne!

Ein Blick zurück zeigt, dass zum Beginn der Solarpflicht im Jahr 2023 in Berlin gerade einmal 15.000 Solaranlagen mit insgesamt 194 MWp Leistung existierten. Die Verpflichtung, beim Bau neuer Gebäude und wesentlichen Dachumbauten Photovoltaikanlagen zu installieren und zu betreiben, hat offenbar einen richtigen Schub gegeben. Zu Beginn dieses Monats lag der Solarstromanteil bei 7,3 Prozent, und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) betont, dass der Ausbau weiterhin in vollem Gange ist. Das grobe Ziel ist klar, doch die Umsetzung erfordert einen kontinuierlichen und engagierten Ausbau.

Der Solarboom in Zahlen

Eine genauere Betrachtung der Entwicklung zeigt, dass die Photovoltaik-Anlagen in Berlin im Laufe der Jahre kontinuierlich zugenommen haben. Anfang Oktober 2023 gab es rund 53.000 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 459 Megawatt. Schätzungen zufolge decken diese Anlagen etwa 5,6 Prozent des Berliner Strombedarfs. Die Zahlen sprechen für sich: Ende 2023 sollen es bereits 26.000 Anlagen und 284 Megawatt sein. Und die Tendenz ist steigend! Das Ziel von 4.400 Megawatt ist im Masterplan „Solarcity“ festgelegt, und es bleibt spannend, wie sich die restlichen Jahre bis 2035 entwickeln werden.

Allerdings ist nicht alles so sonnig, wie es scheint. Seit Einführung der Solarpflicht gingen 315 Befreiungsanträge ein, von denen nur 92 genehmigt wurden. Ein weiterer Punkt, der nicht vergessen werden sollte, ist das Förderprogramm „SolarPlus“, das im Doppelhaushalt 2026/27 jährlich mit 10 Millionen Euro unterstützt wird. Es richtet sich nicht nur an private Haushalte, sondern auch an Unternehmen, die sich für die Installation von Solaranlagen interessieren.

Die Unterstützung für Sonnenenergie

Das „SolarZentrum Berlin“ bietet seit seiner Eröffnung im Mai 2019 umfassende Beratungen für Privatpersonen und Unternehmen an. Insgesamt fanden dort bereits 4.400 Beratungen und mehr als 100 Informationsveranstaltungen statt. Das ist ein echter Gewinn für alle, die sich mit dem Thema Solarenergie auseinandersetzen möchten. Wer überlegt, eine eigene Solaranlage zu installieren, findet hier Unterstützung bei Planung, Montage und sogar Finanzierung.

Wenn man sich die Kosten für die Solaranlagen anschaut, wird schnell klar, dass es verschiedene Modelle gibt. Eine 10-kWp-Anlage ist ab 20.898 Euro zu haben, während eine kleinere 4,1-kWp-Anlage ab 15.120 Euro erhältlich ist. Auch die Mietmodelle sind attraktiv, starting at 128 Euro monatlich – eine interessante Option für diejenigen, die nicht gleich die gesamte Summe aufbringen können. Dazu kommen noch die Möglichkeiten zur Direktvermarktung von überschüssigem Strom, die potenziell bis zu 2.000 Euro Vergütung pro Jahr einbringen können.

Die Entwicklung der Solarenergie in Berlin zeigt, dass die Stadt auf dem richtigen Weg ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Pläne und Strategien in den kommenden Jahren entwickeln werden. Eines steht fest: Die Sonne scheint für Berlin und die Berliner, und die Zeichen stehen auf Wachstum und Nachhaltigkeit!