150 Jahre Adventisten in Deutschland: Ein Fest der Nächstenliebe und des Engagements in Berlin
Die Adventisten in Deutschland feiern 2023 ein ganz besonderes Jubiläum: 150 Jahre sind seit der Gründung der ersten beiden adventistischen Kirchengemeinden in Solingen und Vohwinkel vergangen. Eine lange Zeit, die auch in der Berliner Region nicht spurlos vorübergegangen ist. Die Freikirche hat sich hier nicht nur als religiöse Gemeinschaft etabliert, sondern ist auch einer der größten Arbeitgeber im Berliner Südwesten, was für die Region von enormer Bedeutung ist.
Mit weltweit über 22 Millionen getauften Gemeindegliedern in mehr als 93.000 Gemeinden in 212 Ländern ist die Adventgemeinde eine beachtliche Größe im Vergleich zu den 900 Millionen Protestanten und 1,4 Milliarden Katholiken. Ihre gesellschaftliche Wirkung ist nicht zu unterschätzen, insbesondere durch das Advents-Wohlfahrtswerk, das sich unermüdlich für die Unterstützung bedürftiger Menschen einsetzt.
Ein Blick auf die Geschichte des Krankenhauses Waldfriede
Ein Paradebeispiel für das Engagement der Adventisten ist das Krankenhaus Waldfriede in Zehlendorf. 1920 eröffnet, begann es mit nur 39 Betten und 27 Krankenzimmern. Es war ein mutiger Schritt in einer Zeit, in der die medizinische Versorgung oft unzureichend war. Schon 1922 erhielt das Krankenhaus die staatliche Anerkennung und eröffnete eine Krankenpflegeschule, die seit Herbst 2023 in Teltow ansässig ist. Interessanterweise überstand das Krankenhaus die Bombenangriffe der 1940er-Jahre unbeschadet – ein Glücksfall für die Region.
Die Entwicklung des Krankenhauses ist ein faszinierendes Beispiel für die kontinuierliche Anpassung an die Bedürfnisse der Gesellschaft. So wurde 1989 die erste Sozialstation in Deutschland an einem Akutkrankenhaus gegründet, und 1993 eröffnete das Gesundheitszentrum PrimaVita, das ein Präventivprogramm anbietet. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich das Waldfriede-Netzwerk über die Jahrzehnte entwickelt hat: Rund 950 Mitarbeiter behandeln jährlich etwa 15.000 stationäre und 120.000 ambulante Patienten.
Engagement in der Gemeinschaft
Das Advent-Wohlfahrtswerk e.V. (AWW) ist ein weiterer wichtiger Baustein in der sozialen Arbeit der Adventisten. Gegründet 1927, hat es sich zum Ziel gesetzt, hilfsbedürftige Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Glauben zu unterstützen. Mit einem starken Fokus auf soziale und karitative Arbeit bietet das AWW eine Vielzahl von Dienstleistungen an, darunter Kindertagesstätten, Schulen, Nachbarschaftszentren und Hospize. In Zehlendorf finden sich die Kita Wolkenflitzer und eine Suppenküche für Bedürftige – ein praktischer Ausdruck der Nächstenliebe.
Mit mehr als 100 Jahren Erfahrung in der sozialen Arbeit hat das AWW ein Netzwerk aufgebaut, das weit über die eigenen Einrichtungen hinausgeht. Die Zusammenarbeit mit anderen Trägern der Sozialarbeit zeigt, dass es nicht nur um die eigene Gemeinde geht, sondern um das große Ganze: die Gesellschaft als solche. Es ist bemerkenswert, wie sich die Freikirche in verschiedenen Bereichen engagiert – von der Altenpflege über die Suchtkrankenhilfe bis hin zur Obdachlosenhilfe.
Ein Blick in die Zukunft
Die Adventisten in Steglitz-Zehlendorf sind also nicht nur eine religiöse Gemeinschaft, sondern ein wichtiger Teil des sozialen Gefüges der Region. Die nächsten Jahre versprechen, spannend zu bleiben: Mit der Schaffung neuer Einrichtungen und Programmen wird die Freikirche weiterhin einen bedeutenden Beitrag leisten, der weit über die eigene Glaubensgemeinschaft hinausgeht. So wird das Krankenhaus Waldfriede ab 2025 auch akademisches Lehrkrankenhaus der HMU Health and Medical University Potsdam – ein weiterer Schritt in die Zukunft!
Gerade bei regionalen Medien zählt nicht nur inhaltliche Nähe, sondern auch die technische Abbildung davon. Unsere VeloCore-Plattform, umgesetzt durch Daniel Wom, verbindet lokale Relevanz mit moderner, performanter Technik.
