In der aufregenden Welt des Handballs, die oft von dröhnenden Ähnlichkeiten geprägt ist, hat die HSG Hanau kürzlich ein erstes Testspiel der neuen Saison absolviert. Am vergangenen Sonntag trafen die Drittliga-Handballer in einer packenden Begegnung auf die U23 der Rhein-Neckar Löwen. Der Endstand von 26:26 kann zwar nicht als Sieg verbucht werden, dennoch zauberte die erste Hälfte ein Lächeln auf die Gesichter der Hanauer Fans. Mit einem Halbzeitstand von 18:13 übernahmen die Hanauer schnell das Zepter, nachdem die Gegner kurzzeitig mit 2:0 in Führung gingen.

Trainer Axel Spandau äußerte sich nach dem Spiel zufrieden, lobte das Tempo und die Chancenverwertung seiner Mannschaft in der ersten Hälfte. Aber, und das ist ein großes Aber, die zweite Halbzeit offenbarte eine andere Realität. Ganze 15 bis 16 Fehlwürfe schlichen sich ein, die Spandau als „katastrophal“ einstufte. Es ist klar, die Hanauer müssen ihre Genauigkeit dringend verbessern, wenn sie in der kommenden Saison in der dritten Liga bestehen wollen.

Neuzugänge und Eigengewächse

In diesem ersten Testspiel kamen gleich drei Neuzugänge zum Einsatz. Cedric Marquardt, der als Linksaußen auf dem Platz stand, erzielte in der ersten Hälfte eindrucksvoll sechs Tore, bevor er sich nach der Pause verletzte. Marek Schöber, ein Rückraumspieler, zeigte in der Mitte und in der Abwehr Potenzial, das noch Luft nach oben lässt. Torhüter Florian-Patrick Eberhardt glänzte mit mehreren Paraden und wechselte sich mit Mika Krauthan ab, was dem Team zusätzliche Stabilität verlieh.

Besonders erfreulich war die Leistung der Eigengewächse wie Jannes Hauer, Malte Just und Ben Scharriär, die in dieser ersten Testphase ebenfalls auftrumpfen konnten. Es scheint, als ob die Hanauer nicht nur auf ihre Neuzugänge angewiesen sind, sondern auch auf ihre eigenen Talente setzen können. Das Abwehrsystem, das in der ersten Halbzeit defensiver und in der zweiten offensiver gestaltet wurde, wirft Fragen auf, ob dies die richtige Strategie für die kommenden Spiele ist.

Vorbereitung auf die neue Saison

Die HSG Hanau beendete die letzte Saison auf dem vierten Platz der dritten Liga Süd-West und hat sich somit für den DHB-Pokal 2026/27 qualifiziert. Ein großer Erfolg, der nun die Messlatte für die bevorstehende Saison höher legt. Am 21. Juni 2026 begann die Vorbereitung mit der ersten Trainingseinheit und Leistungsdiagnostik. Gleich mehrere Vorbereitungsspiele stehen auf dem Plan: Neben dem Test gegen die Rhein-Neckar Löwen II, der am 11. Juli stattfand, sind auch Partien gegen HC Eintracht Hildesheim und ESG Gensungen/Felsberg geplant. Ein weiteres Highlight wird der Untermain-Cup des TV Großwallstadt am 1. und 2. August sein – ein echtes Spektakel für die Fans!

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Die Teampräsentation für die Saison 2026/27 wird am 14. August gefeiert, und die Vorfreude auf die neue Spielzeit ist spürbar. Die Hanauer Handballer werden in der kommenden Saison mit frischem Elan in die dritte Liga Süd-West starten, eine Woche nach dem DHB-Pokal-Wochenende, das vom 21. bis 23. August stattfindet.

Ein Blick in die Geschichte

Die HSG Hanau hat eine bewegte Geschichte, die 2009 mit der Gründung ihrer ersten Männermannschaft begann. Die ersten Schritte in der hessischen Landesliga Süd waren vielversprechend, und von dort aus ging es stetig bergauf. Der Aufstieg in die Oberliga Hessen und dann in die 3. Liga Ost war ein echter Triumph, der mit zahlreichen Erfolgen und der Qualifikation für den DHB-Pokal gekrönt wurde. In der vergangenen Saison konnte das Team mit hohen Zuschauerzahlen und vielen Derby-Siegen auftrumpfen, was die Verbundenheit mit den Fans unterstreicht.

Die HSG Hanau steht aktuell vor einer spannenden Herausforderung. Mit einer Mischung aus erfahrenen Spielern, neuen Talenten und dem unerschütterlichen Support der Fans könnte die kommende Saison eine der besten werden. Die Vorzeichen stehen gut, und wenn sie die Probleme in der Chancenverwertung in den Griff bekommen, könnte die HSG Hanau wieder ganz oben mitspielen. Wer weiß, vielleicht erleben wir bald wieder spannende Derby-Momente und packende Spiele in der Main-Kinzig-Halle!

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