Die Garnisonkirche in Potsdam steht vor einer bedeutenden Erweiterung: Ab Mai 2024 wird die rund 30 Meter hohe Turmhaube errichtet, ein Bauprojekt, das die Stiftung Garnisonkirche nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch vor große Herausforderungen stellt. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren, denn einige Teile der Haube werden in spezialisierten Werkstätten vorgefertigt und am Boden vormontiert. Rund zehn Tonnen Kupferblech müssen dafür von Hand bearbeitet werden, was schon jetzt auf die handwerkliche Präzision hinweist, die nötig ist, um den barocken Stil des Originals zu wahren.

Die Fertigstellung der Haube ist für den Frühsommer 2027 vorgesehen. Dann wird sie mit einem Kran auf den Turm gehoben. Diese Haube besteht aus Stahlsäulen und einem hölzernen Dachstuhl, der mit glänzendem Kupfer verkleidet wird. Ein besonderes Highlight wird die drehbare Wetterfahne sein, die an der Spitze der Haube installiert wird. Diese wird nicht nur die Windrichtung anzeigen, sondern sich auch harmonisch in die Nachbarschaft anderer vergoldeter Turmbekrönungen einfügen.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Die Stiftung Garnisonkirche hat den Auftrag für den Bau der Turmhaube an die Firma BDP Baudenkmalpflege Potsdam vergeben. Der Verwaltungsvorstand Peter Leinemann äußerte sich erfreut über diese Vergabe, da die neue Haube das Stadtbild harmonisch ergänzen wird. Allerdings verzögerte sich die Vergabe des Auftrags um ein Jahr, nachdem ein unterlegener Mitbewerber zwei Nachprüfungsverfahren bei der Bundesvergabekammer eingeleitet hatte. Diese Verfahren wurden schließlich Ende 2024 zugunsten der Stiftung entschieden.

Die Firma BDP Baudenkmalpflege Potsdam, die seit über 30 Jahren tätig ist und 65 Mitarbeiter beschäftigt, hat zahlreiche Referenzen vorzuweisen. Sie wurde 2018 in das Goldene Buch der Stadt Potsdam eingetragen, was die hohe Qualität ihrer Arbeit unterstreicht. Hagen Mehmel, Geschäftsführer der Firma, betont die Bedeutung des Auftrags nicht nur für Potsdam, sondern auch für die Sicherung von Arbeitsplätzen. Besonders erfreulich ist zudem, dass Auszubildende der Firma auf der Baustelle tätig sein werden, um das Handwerk weiterzugeben und die Öffentlichkeit für die handwerklichen Aspekte des Projekts zu begeistern.

Finanzielle Herausforderungen und Besucherzahlen

Die Garnisonkirche hat derzeit mit Finanzschwierigkeiten zu kämpfen und befindet sich in einer „Probephase“. Die Besucherzahlen blieben hinter den Erwartungen zurück, was die Notwendigkeit von Angeboten zur Demokratiebildung unterstreicht. Der Turm, der 2024 eröffnet wurde, enthält eine Kapelle, eine Aussichtsplattform auf 57 Metern Höhe und eine Ausstellung zur Geschichte des Ortes. Die Stiftung Garnisonkirche bedankt sich ausdrücklich bei der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, privaten Spendern und der Fördergesellschaft für ihre finanziellen Beiträge zum Bau der Haube.

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Insgesamt wird die Turmhaube nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein Symbol für die Bemühungen um die Wiederbelebung und den Erhalt dieses bedeutenden Bauwerks, das in der Geschichte Potsdams eine zentrale Rolle spielt.