Heute ist der 20.05.2026 und hier in Spandau, wo die Tage oft mit einer Mischung aus Alltagshektik und kleinen Freuden vergehen, kommen spannende Nachrichten aus dem Landkreis Gießen. Ein neuer Kreisausländerbeirat hat sich formiert und das bringt frischen Wind in die politische Landschaft. Die Wahl fand am 15. März statt, und gleichsam mit der Kommunalwahl, was irgendwie passend ist, denn Integration und Teilhabe sind Themen, die alle angehen sollten.
Der neu gewählte Beirat hat in seiner ersten Sitzung gleich ein starkes Zeichen gesetzt: Alle sieben Vorstandsmitglieder sind unter 43 Jahre alt und der Großteil ist weiblich. Das ist nicht nur bemerkenswert, sondern auch ein Schritt in die richtige Richtung! Sarah Karjee, eine dynamische 42-Jährige mit eritreischen Wurzeln, wurde einstimmig zur Vorsitzenden gewählt. Sie bringt nicht nur Erfahrung mit – sie war bereits 2008 im Ausländerbeirat der Stadt Gießen aktiv und hatte auch dort den Vorsitz inne. Oksana Prosianskoska, ebenfalls 42 Jahre alt, wird ihre Stellvertreterin. Ganz schön cool, oder?
Ein buntes Team aus verschiedenen Kulturen
Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Polina Turiyanskaya, Muriel Lüdke Campos-Garcia, Julia Melina Fandrich, Zeyned Adigül und Natalia Alghezi – ein bunt gemischtes Team, das aus vier Listen stammt: der Ukraine-Liste, der Kurdistan-Liste, der Liste für Internationale Zusammenarbeit und der Liste für Integration und Teilhabe. Besonders interessant ist, dass Adigül und Turiyanskaya bereits die Positionen der Vorsitzenden und Stellvertreterin innehatten. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass Erfahrungen weitergegeben werden, damit niemand das Rad neu erfinden muss.
Der Kreisausländerbeirat ist die demokratisch gewählte Interessenvertretung ausländischer Bürger im Landkreis Gießen. Er hat eine wichtige Aufgabe: Es gilt, das friedliche Zusammenleben zwischen der einheimischen und nichtdeutschen Bevölkerung zu fördern. In diesem Zusammenhang wurden auch drei Arbeitskreise gebildet – „Digitale Arbeit“, „Migrantinnen“ und einen zur Überarbeitung der Geschäftsordnung. Man könnte sagen, hier wird nicht nur geredet, sondern auch angepackt!
Ein Blick über den Tellerrand
Wenn wir uns den Kreisausländerbeirat im Kreis Offenbach anschauen, wird klar, dass solche Gremien nicht nur in Gießen eine wichtige Rolle spielen. Der Beirat dort ist seit 1994 etabliert und begleitet Integrationsprozesse. Er setzt sich für Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe von Zugewanderten ein. Zudem berät er die Kreisorgane in Angelegenheiten, die ausländische Einwohner betreffen. In Zeiten, in denen gesellschaftlicher Zusammenhalt mehr denn je gefragt ist, sind solche Initiativen unerlässlich. Der Fokus liegt klar auf Demokratie, Vielfalt und gegen Rassismus sowie Diskriminierung.
Zurück in Gießen plant der neue Beirat ein Fußballturnier der Freundschaft und Integration, das am 20. Juni vom Verein „Lions de Gießen Afrikaner“ ausgerichtet wird. Eine wunderbare Gelegenheit, um nicht nur sportliche Fähigkeiten zu zeigen, sondern auch um das Miteinander zu fördern – und das auf eine sehr gesellige Art und Weise.
In diesen bewegten Zeiten, in denen die Welt oft chaotisch erscheint, sind solche Schritte wie die Wahl eines neuen Beirats ein Lichtblick. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich diese jungen Frauen in ihren Rollen weiterentwickeln und welche Impulse sie setzen werden. Wer weiß, vielleicht wird das nächste große Ereignis direkt vor unserer Tür stattfinden, und wir werden Zeugen eines neuen Kapitels in der Geschichte der Integration im Landkreis Gießen.