Feierliche Einweihung der Grabstätte für Fußballtrainer Hans Oertwig in Berlin-Spandau
In Berlin-Spandau hat sich ein bewegender Moment ereignet: die besondere Grabstätte für Hans Oertwig wurde feierlich eingeweiht. Ein großer Fußball, umgeben von vier kleineren Bällen aus verschiedenen Epochen, ziert nun sein Grab und erinnert an seine tiefe Verbundenheit zum Fußball. Es ist ein Symbol für das, was Oertwig sein ganzes Leben lang geliebt hat – den Sport, der ihm so viel bedeutete. Bei der Einweihung war Fritz Müller, der ehemalige Präsident des SV Altlüdersdorf, anwesend und brachte ein lila-weißes Blumengesteck mit, das den feierlichen Anlass unterstrich.
Am Donnerstag nahmen rund 300 Menschen Abschied von Oertwig. Familie, Freunde, ehemalige Spieler und Vereinsvertreter fanden sich auf dem Friedhof „In den Kisseln“ ein, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Die Trauerfeier war bis auf den letzten Platz gefüllt – tatsächlich mussten zahlreiche Gäste wegen des Andrangs zeitweise draußen warten. Enis Djerlek, Oertwigs langjähriger Weggefährte und Co-Trainer, hatte die Beisetzung organisiert. Er legte einen Fußball am Grab nieder, was nicht nur eine Geste der Erinnerung, sondern auch eine besondere Hommage an ihren gemeinsamen Werdegang war.
Ein Leben für den Fußball
Hans Oertwig wurde 1953 in Berlin-Spandau geboren. Sein Weg war nicht immer einfach – eine Verletzung beendete früh seine Spielerkarriere. Doch das hinderte ihn nicht daran, eine beeindruckende Trainerlaufbahn einzuschlagen. In den 1970er-Jahren wurde er mit nur 22 Jahren beim Spandauer SV Deutschlands erster hauptamtlicher Nachwuchstrainer. Er war bekannt für seine Fähigkeit, Talente zu fördern und viele seiner ehemaligen Spieler sind heute selbst als Trainer aktiv. Zu den bekanntesten gehören Nico Schulz und Peter Wynhoff, die unter seiner Anleitung wichtige Entwicklungsschritte machten.
Oertwig feierte zahlreiche Meisterschaften und führte die Reinickendorfer Füchse zu 17 Siegen in Folge in der Oberliga Berlin. Der Aufstieg in die zweite Liga blieb ihm nur knapp verwehrt. Auch als DFB-Stützpunkttrainer war er über Jahre hinweg in der Nachwuchsförderung tätig, was seine Leidenschaft für den Fußball weiter bekräftigte. Nach seiner Beisetzung traf sich eine Vielzahl an Weggefährten im Schützenhof in Hakenfelde, um Erinnerungen und Geschichten über Oertwig zu teilen. Es war ein Moment des Innehaltens, des Lächelns und des gemeinsamen Trauerns.
Ein bleibendes Erbe
Hans Oertwig starb am 15. Januar 2026 im Alter von 73 Jahren nach langer und schwerer Krankheit. Sein Leben war untrennbar mit dem Fußball verbunden, und sein Einfluss wird noch lange in Berlin und Brandenburg spürbar sein. Vereine wie der FC 98 Hennigsdorf trauern um ihn und würdigen sein Lebenswerk, das er mit Hingabe und Leidenschaft verfolgt hat. Oertwig hinterlässt nicht nur eine beeindruckende Bilanz an Erfolgen, sondern auch ein Netzwerk von Menschen, die ihn geschätzt und seine Visionen geteilt haben. Während das Leben weitergeht, bleibt die Erinnerung an diesen außergewöhnlichen Trainer lebendig.
