Heute ist der 10.05.2026, und während in Berlin die Sonne lacht, wird im Wasserball eine ganz andere Geschichte geschrieben. Der ASC Duisburg hat im ersten Play-off-Halbfinale um die Deutsche Wasserball-Meisterschaft gegen die Wasserfreunde Spandau 04 aus Berlin eine herbe Niederlage einstecken müssen. Mit 11:21 fiel das Ergebnis, und die Duisburger haben sich dabei nicht nur gegen einen starken Gegner behaupten müssen, sondern auch gegen die umstrittenen Entscheidungen der Schiedsrichter. Trainer Vuk Vuksanovic war sichtlich enttäuscht und ließ keinen Zweifel daran, dass die Schiedsrichterleistung – die Berliner Gernot Häntschel und Hendrik Schopp waren im Einsatz – den Ausgang des Spiels beeinflusste. „Die Schiedsrichter haben pro Spandau gepfiffen“, so seine scharfen Worte.
Bereits vor Anpfiff war der Unmut über die Schiedsrichteransetzung zu spüren. Die Duisburger lagen zur Halbzeit bereits mit 5:11 zurück, was nicht nur die Nerven der Spieler, sondern auch die der mitfiebernden Fans strapazierte. Vuksanovic räumt jedoch ein, dass sein Team den Anfang des Spiels, nun ja, etwas verschlafen hat und Spandau eine hohe Wurfeffektivität an den Tag legte. Die Tore für Duisburg steuerten Simic (4), Lennox Metten (3), Elias Metten (2) sowie Nosnik und Seifert bei. Ein Lichtblick – wenn man das so nennen kann – in einer ansonsten frustrierenden Partie.
Der Ausblick auf das Rückspiel
Was bleibt, ist die Hoffnung auf das Rückspiel, das in Duisburg stattfinden wird. Vuksanovic kündigte an, das Spiel gründlich zu analysieren und blickt optimistisch auf die Atmosphäre bei der Rückkehr an die Heimatbecken. Doch die Fragen zur Schiedsrichterauswahl bleiben. Es wurden erneut Schiedsrichter aus der Landesgruppe Ost angesetzt, was die Gemüter weiter erhitzen könnte. Die Duisburger Fans dürfen sich auf eine spannende Revanche einstellen – und vielleicht, nur vielleicht, wird sich der Wind drehen.
Doch nicht nur der ASC Duisburg steht im Fokus. Auch der Duisburger SV 98 muss um den Klassenerhalt bangen. Im ersten Spiel der Runde um die Plätze fünf bis acht verloren sie gegen den SV Cannstatt nach einem nervenaufreibenden Fünfmeterwerfen mit 15:16. Auch hier wechselte die Führung mehrmals, und trotz mehrmaliger Ausgleiche scheiterte der DSV am Ende. Die Tore für den DSV erzielten Burburan (4), Tanaskovic (3), Hennig, Kruta, Reibel und Stefanovic (je 2). Um sich vor dem Abstieg zu retten, müssen sie am kommenden Wochenende beide Heimspiele gewinnen. Ein gewaltiger Druck lastet auf den Schultern der Spieler.
Ein Blick über den Tellerrand
<pNeben all dem Drama in Duisburg hat Berlin als Gastgeber der Finalveranstaltung um den DSV-Pokal in der Schöneberger Schwimmsporthalle einen Grund zum Feiern. Die SG Neukölln war für die Ausrichtung verantwortlich, und sowohl Waspo 98 Hannover bei den Männern als auch die Wasserfreunde Spandau 04 bei den Frauen konnten ihre Titel verteidigen. Währenddessen trat SC Chemnitz als neuer Finalist und Medaillengewinner auf – ein frischer Wind im Wasserball, der vielleicht neue Impulse für die kommende Saison setzen könnte.
In der internationalen Arena haben die deutschen Wasserballerinnen beim Weltcup-Turnier in Gzira, Malta, einen bemerkenswerten Sieg gefeiert. Sie gewannen gegen Kasachstan mit 12:7, was den ersten Sieg einer deutschen Mannschaft gegen Kasachstan in neun Duellen markiert. Diese Erfolge, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene, zeigen, wie lebendig und dynamisch der Wasserball in Deutschland ist – und wie sehr die Fans auf die kommenden Spiele brennen.