Blitzlichtgewitter über Berlin: Wo die Radarkontrollen lauern
Heute, am 16. Mai 2026, ist Berlin wieder einmal Schauplatz für mobile Radarkontrollen. In den letzten Stunden wurden an insgesamt acht Orten Blitzer gemeldet – und das kann für so manchen Autofahrer ganz schön überraschend sein. Wer denkt, er könnte einfach mal schnell über die Straßen düsen, sollte vielleicht noch einmal über sein Tempo nachdenken. Denn hier sind die gemeldeten Standorte, die man besser im Hinterkopf behält – oder noch besser: einfach umschifft.
Unter den Hotspots findet sich der Wiesendamm in Spandau, wo das Tempolimit bei 50 km/h liegt. Dort wurde um 20:32 Uhr gemessen. Auch die Königstraße in Wannsee, Stolpe, Steglitz-Zehlendorf, sollte man sich merken: Hier gilt ebenfalls ein Limit von 50 km/h – gemeldet um 20:10 Uhr. Aber auch die 30 km/h-Beschränkung in derselben Straße (gemeldet um 15:15 Uhr) könnte einen Blick wert sein, wenn man nicht gerade in Gedanken woanders ist.
Wo die Blitzer stehen
Ein weiteres Augenmerk sollte auf den Spittelmarkt in Mitte, Friedrichswerder gelegt werden, wo um 20:29 Uhr eine 30 km/h-Messung stattfand. In Schöneberg, genau genommen in der Beckerstraße, wurde um 19:50 Uhr geblitzt. Der Tempelhofer Damm in Tempelhof ist auch nicht zu unterschätzen, hier wurde um 18:50 Uhr gemessen. Und für die, die sich im Leopoldkiez in Wedding bewegen, sei gesagt: Die Seestraße hat um 17:04 Uhr eine Kontrolle bei 50 km/h verzeichnet. Schließlich gibt es noch den Mehringdamm in Kreuzberg, wo um 11:44 Uhr geblitzt wurde. Man sieht, die Stadt hat überall ihre Augen auf!
Die Informationen sind zwar ohne Gewähr – und dennoch, wer sich nicht an die Geschwindigkeitslimits hält, könnte schnell in die Zange genommen werden. Und das kann teuer werden, nicht nur für den Geldbeutel, sondern auch für die Nerven. Also, Augen auf!
Der Blitzermarathon
Ein besonderer Hinweis für alle Berliner: Am 19. April 2024 fand ein Blitzermarathon statt, bei dem zahlreiche Bundesländer, darunter Bayern, Thüringen und Brandenburg, mit einer Vielzahl von Polizisten und Messpunkten aktiv waren. Hierbei stand die Bekämpfung von Raserei im Vordergrund, und es war nicht nur ein einmaliges Ereignis. Die Geschwindigkeitskontrollen begannen bereits um 6 Uhr morgens und wurden bis zum frühen Samstagmorgen durchgeführt. Ein Viertel aller Verkehrstoten in Bayern sind auf zu hohe Geschwindigkeiten zurückzuführen, was die Dringlichkeit dieser Maßnahmen unterstreicht.
Einige Bundesländer, wie Berlin, Bremen und Sachsen, nahmen nicht daran teil, was auf frühere Aktionen zurückzuführen ist, die kaum messbare Ergebnisse erzielten. Dennoch bleibt die Diskussion um die Sinnhaftigkeit solcher Kontrollen lebendig. Laut ADAC tragen regelmäßige Tempokontrollen zur Verkehrssicherheit bei und schaffen ein Bewusstsein für die Gefahren, die durch zu schnelles Fahren entstehen, insbesondere in der Nähe von Schulen und Kindergärten.
Die Bilanz der Blitzermarathons wird in den kommenden Tagen veröffentlicht, und es bleibt abzuwarten, ob die Kontrollen tatsächlich einen nachhaltigen Effekt auf das Fahrverhalten haben werden. Denn, wie die Unfallforscherin Kirstin Zeidler feststellt, können solche Aktionen nur punktuelle Erfolge haben, wenn die Fahrer sich nicht an die Regelmäßigkeit gewöhnen.
Also, liebe Berliner und Berlinerinnen: Lasst uns aufmerksam und verantwortungsbewusst im Straßenverkehr bleiben. Und vielleicht – nur vielleicht – auch mal das Gaspedal etwas weniger durchdrücken. Schließlich wollen wir alle sicher an unser Ziel kommen.
